Bisher gibt es auf diese Frage eine klare Antwort: Nein, die SVG konnte bisher überhaupt nicht gegen den Rekordmeister VFB Friedrichshafen punkten. In der vergangenen Saison spielten die Lüneburger insgesamt sechs mal gegen Friedrichshafen (2 x Liga, 1 x Pokal, 3 x Playoff) und jeweils war der SVG maximal ein Satzgewinn vergönnt.

Doch der VFB Friedrichshafen in dieser Saison ist nicht der VFB Friedrichshafen der vergangenen Spielzeit. Zwar ist der Umbruch beim Team vom Bodensee auf dem Papier gar nicht so groß wie er scheint. Denn mit Baptiste Geiler, Maximilian Gauna und Adrian Gontariu sind wesentliche Leistungsträger geblieben. Doch mit Marten van Garderen und Libero Jenia Grebenikov, der auf seiner Position als weltbester Libero gilt, haben eben zwei Leistungsträger das Team von Stelian Moculescu verlassen, die in entscheidenden Momenten den Unterschied ausmachen können. Diese vollkommen gleichwertig zu ersetzen – und wer kann das dem VFB verdenken – ist noch nicht vollständig gelungen. Größtes Handicap dürfte jedoch der verletzungsbedingte Ausfall von Zuspieler und Kopf des Teams Simon Tischer sein. Er hat sich am Rücken verletzt und veranlasste den VFB Friedrichshafen kurzfristig, den türkischen Nationalspieler und Arslan Eksi zu verpflichten. Doch einen Zuspieler zu integrieren benötigt Zeit und viele Trainingseinheiten, eben dafür hat der VFB mit seinem prall gefüllten Terminalender mit Champions League, Liga und Pokal bisher kaum Möglichkeiten gehabt.

Bereits über 2700 Tickets verkauft

So jagte eine englische Woche die nächste, mit dem Resultat, dass der VFB am vergangenen Mittwoch überraschend -gegen starke Frankfurter – im Pokal Viertelfinale ausgeschieden ist und somit seinen Titel nicht mehr verteidigen kann. Pikant dabei: Mit Moritz Reichert und Jan Zimmermann standen zwei Spieler auf Seiten der Frankfurter die im vergangenen Jahr noch größtenteils als Reservespieler das Trikot des VFB trugen. Doch nach der jüngsten Niederlage „Jetzt erst Recht, jeder  Gegner ist gefährlich“, so VFB Angreifer Gontariu. „Aber wir dürfen uns nicht Gedanken um den Gegner machen, sondern uns auf uns selbst konzentrieren.“ Unterstützt werden die Friedrichshafener dabei von Ihren Fans. „Über 2700 Tickets sind bereits über die Theke gegangen“, sagt Sebastian Schmidt – Geschäftsführer der VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH.

„Unterschätzen werden die uns ganz sicher nicht. Das können sie sich nach der Pokalniederlage gar nicht erlauben“, sagt SVG Trainer Stefan Hübner, der auch in den kommenden Wochen noch auf Falko Steinke (Meniskus-OP) verzichten muss. „Und der VFB ist immernoch ein absolutes Topteam mit einen klasse Coach“, zollt SVG Kapitän Scott Kevorken dem Gegner Respekt. „Wir haben von den Topteams bisher nur gegen Frankfurt gespielt. Der VFB hat es bisher mit ganz anderen Kalibern zu tun gehabt. Doch wir werden alles geben, um etwas zählbares mitzunehmen. Im siebten Spiel soll es jetzt soweit sein“, so Kevorken.

Anpfiff der Partie ist um 19:30 Uhr, live auf www.sportdeutschland.tv .