
Ins Spiel gefunden und dann zugeschlagen
SVG gewinnt Liga-Cup-Auftakt gegen Düren mit 3:0
Das war ein Auftakt nach Maß: Im Viertelfinal-Duell des Liga-Cups 2026 setzte sich die SVG gegen die SWD powervolleys Düren mit 3:0 (25:22, 25:22, 32:30) durch. Mit dem Erfolg, bei dem die SVG in allen Sätzen einen Rückstand drehte, sicherte sich das Team den ersten Platz im Halbfinale am Samstag.
Um 10:53 Uhr war das SVG-Gefühl am Freitag zurück: Schon deutlich vor dem Auftakt des Liga-Cup-Spiels gegen die SWD powervolleys Düren hatten die Fans der LüneHünen die akustische Dominanz in der Halle.
Ihr Team legte mit vier Neuzugängen in der Starting Six los: Patrick Rogers, Lovis Homberger, Cory Schoenherr und Kandai Goto feierten ihr SVG-Debüt in einem Bundesliga-Wettbewerb. Den ersten SVG-Punkt markierte Daniel Gruvaeus zum Block-Aus (1:0), danach gerieten die LüneHünen zunächst ins Hintertreffen. Zur Satzmitte hatte sich Düren mit drei Punkten abgesetzt (14:17), doch eine SVG-Auszeit zeigte Wirkung: Die SVG glich aus (18:18) und setzte sich ab, zwang Düren-Coach Christophe Achten zu zwei Auszeiten in kurzer Folge. Doch die SVG war jetzt im Flow, hatte auch die harten Dürener Aufschläge besser im Griff. Als ein Lüneburger Dreierblock das 24:21 ermauerte, war die Vorentscheidung gefallen. Schoenherr knallte einen Angriff mit viel Höhe auf den Boden (25:22) – der erste Satzgewinn.
Im zweiten Satz setzte Düren die SVG unter Druck und legte erneut den besseren Start hin – beim Ass von Baghdady lag das Team in Pink bereits mit vier Punkten vorn (9:13). Doch erneut fand die SVG die richtigen Mittel: Zwei Homberger-Asse in Folge brachten die Lüneburger heran (12:13), ein Block von Välimaa glich aus (14:14). Der Zuspieler war auch gleich wieder im Angriff zur Stelle, sorgte für die Führung (16:15). Mit zwei gewonnenen Challenges und cleveren Aktionen wuchs die Führung weiter (22:19, 23:20). Als Düren noch einmal herankam (23:22), zeigte eine Auszeit der SVG erneut Wirkung und ließ die powervolleys nicht mehr ins Spiel kommen. Ein Ass von Rogers sorgte für die 2:0-Satzführung.
Ausgeglichene Startphase – packende Crunchtime
Das Spiel, in dem sich zwei Teams mit viel Lust auf Volleyball-Action gefunden hatten, machte auch im dritten Satz Spaß. Und das, obwohl die SVG abermals zurücklag. Zum Start in die Crunchtime lag Düren deutlich vorn (16:20) – doch dann drehten die LüneHünen wieder auf. Nach Rogers’ wuchtigem Angriff (19:21) war die SVG sichtbar zurück im Spiel. Und das wurde jetzt richtig intensiv: Ein Aufschlagfehler verhinderte einen schnellen Erfolg für Lüneburg (24:24) – was folgte, war eine Viertelstunde mit Matchball-Dramatik und zahlreichen Challenges auf beiden Seiten. Bis zum 30:30 blieb das Duell offen. Dann setzte die SVG Wirkungstreffer: Ein Block von Schoenherr – der neunte des Spiels (Düren: drei) – holte den sechsten Matchball, ein Angriff von Dürens Petkov ins Aus ließ die LüneHünen nach 100 Spielminuten jubeln.
Den Topscorer-Titel teilte sich anschließend ein Trio: Auf SVG-Seite kamen Lovis Homberger und Patrick Rogers auf je 15 Punkte, Dürens Diagonalangreifer Jefanov holte ebensoviele Zähler.
Die SVG trifft nun am Samstag (19 Uhr) im Halbfinale des Liga-Cups auf den Sieger des Duells Giesen/Ludwigsburg.
SVG: Välimaa, Gruvaeus, Holdaway, Homberger, Rogers, Schoenherr – Goto; eingewechselt: Enlund, Rein
Stimme zum Spiel
Patrick Rogers (SVG): “Wirklich, wirklich cool! Allein schon unsere Fans sind großartig. Sie waren schon da, lange bevor das Spiel losging – das ist der Wahnsinn. Es fühlte sich an wie ein Heimspiel, obwohl wir zwei Stunden von Lüneburg entfernt sind. Das ist schon ein kleiner Vorgeschmack auf die nächsten Spiele und den Heimauftakt am kommenden Wochenende. Ich freue mich riesig darauf! Das Spiel war Volleyball auf hohem Niveau. Wir haben wirklich gut gespielt, müssen ein paar Kleinigkeiten beim Block und in der Abwehr noch verbessern. Die Gegner haben wirklich gut aufgeschlagen, aber wir haben den Ball gut im Spiel gehalten und ordentlich zugespielt. Ich finde, wir haben auf dem Feld als Team richtig gut harmoniert. Es herrschte eine gute Energie, eine gute Stimmung. Dieser 3:0-Sieg ist super-toll für das erste große Spiel des Jahres – hoffentlich schaffen wir das dieses Jahr noch oft. Ich wusste, dass Düren wohl zu den Top-5 gehört. Sie haben wirklich gut gespielt und hart aufgeschlagen, haben eine gute rechte Seite. Es war ein harter Sieg, und ich bin stolz auf alle.”
(gm)









Fotos: SVG/Höfel