
Herrsching eine harte Nuss für Topteams
SVG startet gegen die WWK Volleys in die Playoff-Serie
Die Rollen sind klar verteilt, wenn die SVG am Samstag (19 Uhr) gegen die WWK Volleys Herrsching ins Playoff-Viertelfinale startet: Die LüneHünen sind als Tabellenerster der Hauptrunde der Favorit in der Best-of-three-Serie – doch die Gäste sind alles andere als Laufkundschaft.
Das bewies das Team von Coach Bob Ranner schon in den beiden Hauptrunden-Spielen gegen die SVG. Im Dezember brauchten die Lüneburger einiges an Durchsetzungsvermögen für ihren 3:1-Sieg, auch beim Rückspiel im Februar (3:1) forderten die Bayern die SVG eineinhalb Sätze lang sehr.
Herrsching-Coach Ranner erwartet „extrem schweres Spiel“
Beim erneuten Duell mit den LüneHünen lauert der selbsternannte “geilste Club der Welt” erneut auf seine Chance, kommt aber auch mit Respekt an die Ilmenau: “Lüneburg macht die einfachen Sachen sehr gut”, lobte Ranner vor dem Start an die Ilmenau bei münchen.tv. “Sie haben ein Team aufgestellt, das sehr tief aufgestellt ist, alles in allem verdienter Erster geworden ist. Da erwarte ich ein extrem schweres Spiel.”
Der Coach, der zur kommenden Saison eine Aufgabe in Japan übernimmt, weiß, dass für sein Team vieles passen muss: “Die Hoffnung, dass wir in der Spitze mithalten können, ist auf jeden Fall da. Es ist uns aber auch klar, dass wir diese Spitzen noch häufiger erreichen müssen, um so ein Spiel auch in der Gänze für uns zu entscheiden. Mit eineinhalb gewonnen Sätzen reicht es einfach nicht …”
2024/25 hatte Herrsching mit Platz 4 sein bestes Hauptrunden-Ergebnis erreicht, sich erneut für einen CEV-Wettbewerb (Challenge Cup) qualifiziert. Doch die Abgänge von Zuspieler Eric Burggräf, Diagonalangreifer Filip John und Außen Daniel Gruvaeus (zur SVG) kosteten Routine. Herrsching setzte auf ambitionierten Nachwuchs aus der Region. Mit Niklas Uhl, Simon Gallas und Moritz Gärtner kamen gleich drei Spieler vom Ligakonkurrenten Dachau.
Dass die Gäste trotz der vorhandenen Qualität lange um die sichere Playoff-Teilnahme kämpfen mussten – die Hälfte der Hauptrunde rangierte man unterhalb von Platz 8 -, hatte zwei Gründe. Denn neben den starken Teil-Leistungen gegen manche Gegner fehlte im Saisonverlauf die Konstanz. Dazu kamen Verletzungsprobleme, die immer mal wieder Spieler ausbremsten. Routinier Denys Kaliberda etwa, vor der Saison als Transfercoup gefeiert, wurde immer wieder zurückgeworfen, kam häufig nur zu Kurzeinsätzen. In der finalen Phase der Saison könnte er jedoch zur wichtigen Stütze werden, war beim jüngsten 1:3 gegen Berlin der zweitbeste Herrschinger Scorer (zehn Punkte).
Für Coach Ranner war der Hauptrunden-Ausklang ein gutes Indiz: “Gegen Berlin konnten wir zeigen, dass wir auch da mithalten können. Die Formkurve zeigt in die richtige Richtung. Ob am Ende die Qualität wirklich reicht, werden wir sehen. Playoffs sind etwas Besonderes, darauf arbeiten wir das ganze Jahr hin. Ich glaube nicht, dass wir da noch jemanden motivieren müssen, da richtig gut auszusehen.”
(gm)
Rund ums Spiel
Tickets: Tickets für das Spiel sind im Online-Ticketshop noch erhältlich – seid dabei! Und sichert euch am besten auch gleich Tickets für das nächste Europa-Highlight, das CEV-Cup-Halbfinalrückspiel gegen Maaseik am Donnerstag!
Autogrammstunde: Nach dem Spiel erfüllen Daniel Gruvaeus und Sho Takahashi Autogramm- und Selfie-Wünsche der Fans im Unterrang (hinter dem Lüneblock).
Spieltagsflyer: Am Spieltag findet ihr im digitalen Spieltagsheft „Crunchtime“ wieder alle Infos rund ums Spiel. Schaut also gern am Sonntag in der Rubrik „Spieltagsflyer & Saisonheft“ der SVG-Website oder in der SVG-App vorbei. Dort findet ihr übrigens auch die bisherigen Ausgaben.
So geht die Serie weiter: Das zweite Duell der Best-of-three-Serie findet am Ostermontag (6. April), 16 Uhr, in der Unterhachinger Geothermie-Arena statt. Sollte es danach in der Serie 1:1 stehen, findet das dritte Spiel am Mittwoch (8. April), 19 Uhr, in der LKH Arena statt.