Die Berlin Volleys mit Benjamin Patch (rechts), hier im Gruppenspiel letztes Jahr gegen Zenit Kazan, haben in der nun beginnenden Champions League das Viertelfinale als Minimalziel. Foto: CEV

Gruppenplatz 2 ist wohl das Optimum

Berlin und Friedrichshafen in der Champions League

Darauf fiebern vor allem die Berlin Recycling Volleys schon seit Wochen hin, jetzt ist es endlich soweit: Die Gruppenphase in der Champions League beginnt. In Deutschland, so scheint es fast, haben die Hauptstädter in dieser Saison keinen Gegner, der sie ernsthaft fordert. Doch nun muss sich im internationalen Vergleich zeigen, wie stark das Team wirklich ist. Der Startschuss erfolgt an diesem Mittwoch mit einem Heimspiel gegen Vojvodina Novi Sad.

Die Berliner sind zum 10. Mal in Folge im höchsten europäischen Vereinswettbewerb dabei, Minimalziel ist wie im Vorjahr des Viertelfinale, es darf aber auch mal wieder mehr sein… Um weiterzukommen, ist ein guter Start nötig, denn realistisch ist Platz zwei im Pool B hinter Russlands Vizemeister Zenit St. Petersburg um Stars wie Außenangreifer Egor Kliuka und Frankreichs Libero Jenia Grebennikov. Und im Wettbewerb bleiben neben den fünf Gruppensiegern noch die drei besten Zweiten, da regiert am Ende vielleicht der Rechenschieber.

Titelverteidiger Kedzierzyn-Kozle in einer Hammergruppe

Gegen Serbiens Meister Novi Sad, der am Wochenende 2:3 gegen Ribnica Kraljevo verlor und derzeit Liga-Dritter ist, rechnet sich die Mannschaft ebenso eine satte Punkteausbeute aus wie gegen den zweiten Gegner, Qualifikant Benfica Lissabon. Zu Portugals Meister geht es im zweiten Match am 15. Dezember. In der letzten Saison kam das Aus im Viertelfinale gegen Itas Trentino, die Italiener, die sich als Qualifikant ungeschlagen bis ins Finale spielten, ehe sie in den Polen von Kedzierzyn-Kozle ihren Bezwinger fanden (1:3) – den Titelverteidiger, der jetzt in der Hammergruppe C mit Novosibirsk und Cucine Lube Civitanova/Italien sowie Maribor/Slowenien eingeteilt ist. Da wird mindestens ein Schwergewicht auf der Strecke bleiben.

Bisher jedes Mal im Starterfeld dabei, seit es die Champions League gibt (1995/96, davor Europapokal der Landesmeister), war der VfB Friedrichshafen. Der letzte Wettbewerb verlief alles andere als glücklich für das Team vom Bodensee. Mit zwei Hinspielsiegen, darunter ebenso unerwartet wie souverän (3:0) gegen die starken Russen aus Novosibirsk, hatten sich die Häfler in eine glänzende Ausgangsposition für die Rückspiele gebracht. Die Matches fanden in Pandemiezeiten, um Reise-Aktivitäten zu beschränken, jeweils an nur einem Ort in der Gruppe statt – die Rückspiele im Februar in Friedrichshafen dann aber ohne Gastgeber VfB, den ein Corona-Ausbruch voll erwischte. Alle drei Matches musste der VfB kampflos abgeben.

Schwer von Corona getroffen – sogar zweimal – war in der letzten Saison auch Jastrzebski Wegiel, jetzt der zweite VfB-Heimgegner. Polens Meister war damals in der Gruppe mit Berlin eingeteilt, musste aber auf die Austragung aller sechs Matches im Dezember und Februar verzichten. Auftaktgegner der Süddeutschen ist an diesem Mittwoch Belgiens Meister Knack Roeselare, dazwischen geht es zum Überraschungsteam Hebar Pazardzhik. Der bulgarische Meister überstand drei Qualifikationsrunden und ist erstmals in der Gruppenphase der Königsklasse dabei. Klar, wie da die VfB-Hochrechnungen aussehen: Roeselare und Pazardzhik schlagen und als Zweiter aufs Weiterkommen hoffen.

Frankfurt steigt im CEV Cup ein – Düren zweimal auswärts

Weiter geht es auch im CEV Cup, im 1/16tel-Finale ist nach dem Ausschieden der SVG Lüneburg ebenfalls noch ein Bundesliga Duo dabei. Die United Volleys Frankfurt, die in der 1. Runde frei hatten, steigen jetzt gegen Dinamo Bukarest – zunächst auswärts – ein. Die Rumänen sind derzeit Zweite in ihrer Liga. Noch eine Woche Zeit haben die powervolleys Düren, denn sie treten gegen Galatasaray Istanbul am 7. und 8. Dezember zweimal auswärts an, haben sich wegen Terminkollisionen durch andere Veranstaltungen in der Dürener Arena dazu entschlossen. Denn im Zeitfenster bis 9. Dezember muss diese Runde abgeschlossen sein.

Bundesliga-Spieltag zusammengefasst

Überraschung des Wochenendes war die 2:3-Pleite der Giesen Grizzlys in Unterhaching, nachdem sich die Hildesheimer Vorstädter tags zuvor noch gegen Herrsching für das Pokal-Aus revanchiert hatten. Aber drei Spiele innerhalb von fünf Tagen waren dann wohl doch zu viel, obwohl Giesen für diesen Dreierpack im Süden durchgehend Quartier bezogen hatte.

Das gleiche Programm absolvierte der kommende SVG-Gegner Herrsching und überholte die LüneHünen wieder in der Tabelle. Die Netzhoppers kehrten nach zwei Wochen Corona bedingter Zwangspause in den Spielbetrieb zurück – allerdings mit weiter dezimierter Mannschaft, die gegen Düren aber leer ausgingen, obwohl auch die Nordrhein-Westfalen stark ersatzgeschwächt antraten und u.a. auf Topscorer Sebastian Gevert verzichten mussten.

Die Spiele im Stenogramm:

SVG Lüneburg – Berlin Recycling Volleys 0:3

(16:25, 18:25, 21:25)

73 Min., 700 Zuschauer

MVP: Worsley – Mote

Scorer: Nath (12), Peemüller (7), Pörner (6), Ewert (5), van de Kamp, Solbrig, Schlien (je 3), Eshenko (2) – Schott (14), Sotola (12), Mote (9), Tuia (6), Jendryk (4), Grankin, Carle, Patch (je 2), West (1)

WWK Volleys Herrsching – TSV Haching München 3:0

(25:18, 25:18, 25:18)

69 Min., 250 Zuschauer

MVP: Tille – Chefai

Beste Scorer: Peter (12), Kaminski (11), Ilic, Mantha (je 9) – Schumann (13), J. Sagstetter (5)

Netzhoppers KW-Bestensee – powervolleys Düren 1:3

(18:25, 25:27, 25:21, 19:25)

100 Min., 300 Zuschauer

MVP: Timmermann – Ernastowicz

Beste Scorer: Rattray (27), Schulz (13), Timmermann (10) – Brand (28), Röhrs (21), Ernastowicz (12)

WWK Volleys Herrsching – TSV Giesen Grizzlyes 0:3

(24:26, 15:25, 20:25)

72 Min., 200 Zuschauer

MVP: Ilic – Karlitzek

Beste Scorer: Jeanlys (10), Ilic (8), Peter (6) – Karlitzek (12), van Tilburg (11), Wagner, Mayaula (je 9)

TSV Haching München – TSV Giesen Grizzlyes 3:2

(24:26, 25:22, 25:23, 17:25, 15:7)

121 Min., 249 Zuschauer

MVP: Schumann – Kapur

Beste Scorer: k.A., Statistik fehlt

SVG-NEWS in Kürze

Exklusive Fahrräder für das Bundesligateam

Malte Meyners, Inhaber des SVG-Mobilitätspartners „Rad am Bahnhof“, setzt ein Zeichen zur Nachhaltigkeit: Das Bundesligateam verfügt ab sofort über sechs neue, individualisierte Fahrräder. Meyners (im Vordergrund links) übergab die Räder, die sich je zwei Spieler teilen, in der LKH Arena. So hat nun jede Wohngemeinschaft neben einem PKW ein Fahrrad zur Verfügung, um auch im Nahbereich mobil zu sein.

Wir danken unserem Mobilitätspartner und freuen uns über die lebendige Kooperation.

NEWS aus der Szene

Den dritten Sieg in Folge feierten die Männer der SVG Lüneburg II mit einem 3:1 (25:21, 21:25, 25:23, 25:21) in 100 Minuten gegen den VfL Lintorf und kletterten in der Regionalliga Nordost, Staffel A, auf Platz 3. MVP wurde Jan Langschwager, ferner spielten Magnus Sprockhoff, Noel Langschwager, René Bahlburg, Patrick Kruse, Anton Mohwinkel, Bent Mildner, Ole Goroncy, Theo Mohwinkel, Ole Jürges.

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