
Ein Duo der CL-Gegner kennt die SVG schon
Auslosung in Luxemburg: SVG-Gruppe ohne Italiens Topteams
In der Champions League gibt es definitiv keine leichten Gegner – aber es hätte bei der Auslosung durchaus schlimmer kommen können für die SVG Lüneburg. Bei der Zeremonie in der Zentrale des europäischen Volleyball-Verbandes CEV in Luxemburg wurden den LüneHünen die Meister aus Polen (Aluron CMC Warta Zawiercie), aus Tschechien (VK CEZ Karlovarsko) und aus Spanien (CV Guaguas Las Palmas) für die Gruppenphase (offiziell 4. Runde) beschert.
Schwergewichte wie das italienische Quartett Trentino, Civitanova, Verona und Perugia, Titelverteidiger nach einem 3:0 im Mai gegen Zawiercie, blieben den LüneHünen damit erspart. Und im Gegensatz zu Berlin sind schon alle drei Gegner bekannt – die Hauptstädter müssen noch bis tief in den Herbst hinein auf einen Kontrahenten aus den vorgeschalteten Qualifikationsrunden (ab 20. Oktober) warten. Zugelost wurden ihnen bisher Griechenlands Meister Panathinaikos Athen und Galatasaray Istanbul, der Vize aus der Türkei.
Schnelles Wiedersehen mit Zawiercie
Die SVG kennt zwei Kontrahenten auch aus früheren Vergleichen. Zawiercie mit Ex-Bundestrainer Michal Winiarski war schon im CL-Viertelfinale 2025 (0:3, 1:3) und auch in der vergangenen Saison eine Nummer zu groß, gewann 2026 auf dem Weg ins Final4-Turnier erst 3:0 in der LKH Arena, dann auch 3:0 daheim. Auch Guaguas Las Palmas stand das Team von SVG-Chefcoach Stefan Hübner schon gegenüber. Bei der Premiere in der Champions League 2023/24 gewann der aktuelle deutsche Pokalsieger auf Gran Canaria mit 3:1, verlor dann aber das Heimspiel 0:3 und musste den Spaniern dann auch Gruppenplatz 2 überlassen.
Aufgrund der CEV-Rangliste für die Vergabe der Gruppenplätze (Drei-Jahres-Wertung) hätte Spaniens Vertreter eigentlich in die Qualifikation gemusst. Die blieb Las Palmas aber dank einer Wildcard – drei wurden vergeben – erspart. Das Erreichen des Viertelfinales in den beiden letzten Jahren gab dafür den Ausschlag. In Spanien geben die Insulaner seit Jahren den Ton an, holten sich zuletzt viermal in Folge den Titel, zweimal sogar das Double wie auch schon 2021. Nur 2022 gab es keine Trophäe.
VK Karlovarsko aus der tschechischen 48.000-Einwohner-Stadt Karlovy Vary (früher Karlsbad) ist für die LüneHünen dagegen Neuland. Auf ein Team aus dem Nachbarland, Budejovice, trafen sie allerdings schon, 2023/24 als auch Las Palmas im gleichen Pool war. Karlovarsko wird auch der Auftaktgegner in der Gruppenphase, in einem Heimspiel im Zeitraum 8. bis 10. Dezember. Danach geht es erst im neuen Jahr weiter. Die nächsten Spiele sind in folgenden Zeitfenstern vorgesehen: 5. – 7. Januar, 19. – 21. Januar, 26. – 28. Januar, 9. – 11. Februar und einheitlich 17. Februar. Die genaue Terminierung muss unter den Vereinen noch abgestimmt werden.
Bis 2032 bleibt der Name LKH-Arena
Fest steht auch schon, dass nach einem festgelegten Schlüssel der 3. und 4. Spieltag Heimspiele für die Hübner-Mannschaft sein werden, also 19. bis 21. Januar gegen Zawiercie und 26. bis 28. Januar gegen Las Palmas. Nach Gran Canaria geht es am 2. Spieltag, nach Tschechien Anfang Februar und nach Polen zum Abschluss am 17. Februar. Für alle SVG-Heimspiele wird der Beginn des Vorverkaufs noch gesondert bekanntgegeben. Die Arena wird übrigens langfristig weiter LKH Arena heißen. Die Landeskrankenhilfe (LKH) hat im Jahr ihres 100-jährigen Jubiläums gerade bekanntgegeben, dass sie das seit April 2022 bestehende Sponsoring bis 2032 fortsetzen wird.
Der Modus in der Champions League bis zum Final4-Turnier am 15./16. Mai bleibt unverändert: Die fünf Gruppensieger qualifizieren sich direkt für das Viertelfinale im Frühjahr 2027, die Zweiten sowie der beste Dritte kommen in eine Playoff-Runde, in der drei weitere Viertelfinalisten in Hin- und Rückspielen ermittelt werden. Die weiteren Dritten dürfen im CEV Cup weitermachen – wie schon zweimal die SVG.
Ausgelost wurden auch die weiteren europäischen Wettbewerbe. Im CEV Cup muss der VfB Friedrichshafen auf seinen Gegner noch warten, es wird im 1/16-Finale Anfang Dezember (Hinspiele) und Anfang Januar (Rückspiele) der Verlierer aus einem Duell der Champions-League-Qualifikation, Runde 2. In diesem zweithöchsten Wettbewerb starten auf Antrag auch die SWD powervolleys Düren, die ursprünglich im Challenge Cup eingeteilt waren. Sie treffen ebenfalls im 1/16-Finale auf einen Sieger der Runde zuvor. Im Challenge Cup sind nun allein die Grizzlys Giesen vertreten, treffen im November im 1/32-Finale auf OFI Kreta Herakleion, den 5. aus Griechenland.
(hre, Foto: SVG/Höfel)

Das sind die Pools der Gruppenphase der Champions League Volley 2027