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Champions League: Italien-Duo als Gegner möglich

Welche Weltklasse-Stars beschert die Auslosung?

Wenn an diesem Mittwoch, 15. Juli, die Europapokal-Wettbewerbe der neuen Volleyball-Saison 2026/27 ausgelost werden, ist die SVG Lüneburg zum vierten Mal in Folge in der Champions League dabei. Das ist im Konzert der Großen nach wie vor keine Selbstverständlichkeit, aber der Beleg für eine stabile Entwicklung. Und im Winter liegen dann auch wieder Aufgaben gegen Premium-Gegner und Weltklasse-Stars in der Luft. Die Auslosung in der CEV-Zentrale in Luxemburg wird ab 12 Uhr live gestreamt auf Facebook und dem YouTube-Kanal des europäischen Verbandes.

Spannung am Mittwoch ab 12 Uhr

Polnische und französische Olympia-Medaillengewinner, italienische Welt- und Europameister, der brasilianische Ausnahme-Zuspieler Bruno, der charismatische Earvin N’gapeth (Frankreich), zuletzt der russische Weltklasse-Zuspieler Sergej Grankin und der kubanische Mittelblocker Robertlandy Simon – sie alle kamen schon und staunten über Underdog SVG. Und früher stellten sich in der Gellersenhalle auch schon Spieler wie die Klasse-Liberos Jenia Grebennikov (Frankreich) und Erik Shoji (USA) vor, als sie in der Bundesliga (Friedrichshafen, Berlin) ihre Welt-Karrieren starteten. Und nun? Die Spannung und Vorfreude sind groß vor der neuerlichen Zeremonie.

Für die Gruppenphase der Königsklasse mit fünf 4er-Gruppen sind wie üblich 18 Teams auf Grundlage einer Nationen-Rangliste nach dem Club-Abschneiden der letzten drei Jahre (2023 bis 2025) gesetzt. Dabei gibt es folgende Änderungen zum Vorjahr: Frankreich hat jetzt wie Deutschland und die Türkei zwei Plätze (statt einen), dafür Belgien nur noch einen statt zwei. Ebenfalls einen hat Tschechien, und auf Platz 9 vor den Strich dieser Wertung aufgerückt ist Griechenland mit einem, hat Portugal verdrängt und muss damit nicht mehr in die Qualifikation. Je drei Plätze weist die Rangliste nach wie vor für Italien und Polen aus – auch für das (noch?) gesperrte Russland. Es gibt aber unverständlicherweise konkrete Überlegungen, die Sperre aufzuheben.

Dieses Mal wurden die drei Plätze noch per Wildcard vergeben, erhalten haben sie Itas Trentino, Guaguas Las Palmas und Dinamo Bukarest. Bei den Italienern ist das angesichts von vier Titeln (zuletzt 2024) und mehrerer zweiter Plätze nachvollziehbar. Bei Las Palmas wird es damit begründet, das das Team von Gran Canaria „das Ansehen Spaniens im europäischen Volleyball weiter gestärkt“ habe. Zuletzt und 2024 stand man im Viertelfinale. Und bezüglich Rumänien mit Dinamo Bukarest heißt es: „Dinamo Bukarest blickt auf eine bedeutende kontinentale Geschichte zurück, nachdem der Verein den ehemaligen CEV Champions Cup dreimal gewonnen hat.“ Nun ja, der letzte datiert aus dem Jahr 1981…

Zur Auslosung stecken alle in vier Töpfen, die SVG Lüneburg ist wieder Topf 2 zugeordnet, zusammen mit Verona, Warschau, Ziraat Ankara und Galatasaray Istanbul, kann also auf diese Kontrahenten nicht treffen. Berlin ist erneut im stärksten Topf 1. Dem Team von SVG-Cheftrainer Stefan Hübner wird aus jedem Topf ein Gegner zugelost, wobei einer aus dem gleichen Land, im Fall der SVG also Berlin, im Prinzip ausgeschlossen ist. Durch die Wildcard-Vergabe kann es allerdings dann doch dazu kommen, dass man zwei Kontrahenten aus einer Nation bekommt wie die SVG im Vorjahr mit Zawiercie und Rzeszow (damals Wildcard) – nun wären für die LüneHünen zwei Italiener möglich. Aufregend wäre in jedem Fall, wenn neue Clubs nach Lüneburg kämen, also nicht wieder Zawiercie, Maaseik, Las Palmas oder Bukarest.

SVG wieder in Topf 2

Topf 1: Sir Sicoma Monini Perugia (Meister Italien), Cucine Lube Civitanova (Vize Italien), Aluron CMC Warta Zawiercie (Meister Polen), Bogdanka LUK Lublin (Vize Polen), Berlin Recycling Volleys

Topf 2: Rana Verona (Pokalsieger Italien), Projekt Warszawa (3. Polen), SVG Lüneburg, Ziraat Bankkart Ankara (Meister Türkei), Galatasaray Istanbul (Vize Türkei)

Topf 3: Montpellier HSC (Meister Frankreich), Tours VB (Hauptrunden-1. Frankreich – statt Vize Poitiers und Pokalsieger Paris, die für den CEV Cup gemeldet haben), Greenyard Maaseik (Meister Belgien), VK CEZ Karlovarsko (Meister Tschechien), Panathinaikos Athen (Meister Griechenland)

Topf 4: drei Wildcards: Trentino Itas (Italien), Guaguas Las Palmas (Meister Spanien), Dinamo Bukarest (Meister Rumänien) + zwei Gewinner der 3. Qualifikationsrunde

Ausgelost werden auch die weiteren Wettbewerbe. Mit insgesamt 10 Teams, je 5 bei Männern und Frauen, ist Deutschland in den Europacups vertreten, bei den Männern noch mit dem VfB Friedrichshafen im CEV Cup sowie mit den powervolleys Düren und den Grizzlys Giesen im Challenge Cup – wobei Düren einen Antrag auf Start im CEV Cup gestellt hat. Wie der beschieden wird, zeigt dann die Auslosung. Auch den CEV Cup im Blick zu behalten, lohnt sich für die Fans sicher. Da hat die SVG ja schon zweimal das Finale erreicht.

(hre)

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