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Duell der Nord-Klubs an der Ostsee

SVG ist am Samstag beim SV Warnemünde zu Gast

Spitzenreiter gegen Aufsteiger im Abstiegskampf: Vor dem Spiel der LüneHünen am Samstag (18:30 Uhr) ist die Ausgangslage klar. Doch die SVG will beim Spiel an der Ostseeküste nicht nur der Rolle als Favorit gerecht werden, sondern das erreichte Niveau auch für die folgenden Aufgaben in Liga, Pokal und Champions League erhalten.

Das Pensum der LüneHünen bleibt weiter hoch. Die Partie in Rostock ist das elfte Spiel innerhalb von 34 Tagen seit dem Jahresauftakt gegen Ludwigsburg. Viel mehr als Spieltag, Trainingstag und Auswärtsreisen passt derzeit nicht in den Alltag des Teams von Stefan Hübner. Der Chefcoach hatte schon nach dem jüngsten Tiebreak-Sieg gegen Düren die mentale Stärke seines Teams gelobt: “Es ist nicht so einfach, immer wieder hochzufahren, zwei, drei Tage später schon wieder hochfahren – und das alles gegen Topgegner. Das kostet im Kopf schon Körner.”

Für den SV Warnemünde, im vergangenen Sommer als Meister der 2. Bundesliga Nord aufgestiegen, war der Schritt in die Bundesliga von vornherein ein Wagnis – sportlich, aber auch wirtschaftlich und strukturell. Doch der Klub beweist Mut und Durchhaltevermögen. Das war schon gefragt, als es um den ersten Saisonsieg im Oberhaus ging. Den gab es erst Mitte Dezember beim 3:0 gegen Karlsruhe. Es folgten zwei weitere Heimspielsiege gegen die cerebricks Volley GOATS Mitteldeutschland und den TSV Haching München – ein Zwischenhoch, das im Abstiegskampf etwas Luft verschaffte. Doch inzwischen sind die Samstag-Gastgeber wieder mittendrin, machen nach aktuellem Stand wohl den Abstiegsplatz mit den punktgleichen Volley GOATS (je 13 Punkte) unter sich aus. Womöglich kommt es sogar im direkten Duell am letzten Hauptrunden-Spieltag zu einem echten Abstiegs-Showdown.

Trotz Verstärkungen nach dem Aufstieg hat Warnemünde ein Team mit wenig Profierfahrung. In den Spielerrankings der Liga tauchen die Mecklenburger nicht auf den vorderen Plätzen auf. Der beste Scorer, Diagonalangreifer Jan-Philipp Krabel, liegt aktuell auf Platz 20, Jan Wawrzyniak ist als Angreifer mit der höchsten Effizienz (41,6 %) auf Platz 26.

Doch die beeindruckende Arbeit des Klubs für einen Volleyball-Leuchtturm im Nordosten geht unabhängig von der Zwischenbilanz weiter. Beim Heimspiel gegen die Berlin Recycling Volleys wagte der SVW den Schritt aus der kleinen Arena (700 Plätze) in die Stadthalle Rostock und konnte nicht nur die überraschende 1:0-Satzführung feiern, sondern auch eine Kulisse von fast 3300 Zuschauern. In Kürze steht ein weiteres Event dieser Art an: Für das Spiel gegen Dachau geht es im Rahmen eines Pilotprojektes in die Hansemesse Rostock. Die Halle dort bietet Platz für 1500 Fans.

Die LüneHünen sind erstmals zu einem Bundesliga-Duell in Warnemünde zu Gast. Neben Testspielen gab’s aber auch schon ein Pflichtspiel beim Team aus der Arena Rostock: 2021 holte die SVG im Achtelfinale des DVV-Pokals einen 3:0-Sieg. Das gleiche Ergebnis gab es auch beim Hinspiel im vergangenen November. Doch schon da holte sich der SVW den Respekt der LüneHünen und ihrer Fans, hielt zwischenzeitlich gut mit und fand immer wieder gute Lösungen gegen die Qualität des erfahrenen SVG-Kaders.

Kostenfreier Stream: Das Spiel läuft nicht nur im Abo-Stream bei Dyn, sondern auch im kostenfreien Kanal “Dyn Sport Mix” sowie auf Twitch.

(gm)