Michael Brinkley jubelt über den Sieg gegen Berlin

Augen auf für die zukünftige Spielersuche“ könnte das Motto in der Begegnung der SVG gegen den VC Olympia ´93 Berlin e.V. (VCO) heißen. Die Mannschaft des niederländischen Berlin-Coachs Johan Verstappen besteht nämlich ausschließlich aus Junioren, die darauf hoffen, in den kommenden Jahren in der Volleyball-Bundesliga oder auch international aufzuschlagen. Entsprechend liest sich die Mannschaftsaufstellung auch eher wie eine Klassenliste des Abiturjahrgangs 2016/2017: Ältester Spieler im Kader ist der am heutigen Spieltag noch 19-jährige Kapitän Maximilian Auste (geboren am 27. Januar 1997), über zwei Jahre jünger ist der Youngster Julian Meissner (4. März 1999).

 

Obwohl die Juniorentruppe aus der Hauptstadt in der Regel als Außenseiter antritt, hat sie schon einige bemerkenswerte Satzgewinne gegen etablierte Vereine wie die United Volleys Rhein Main, die Powervolleys Düren und TV Rottenburg verbuchen können. Und gegen Aufsteiger Solingen gab es sogar einen glatten 3:0-Sieg vor heimischer Kulisse.

 

SVG-Coach Stefan Hübner warnt daher insbesondere nach dem überragenden Heimspiel gegen Meister Berlin vor einem Schlendrian: „Die Junioren haben schon öfter gezeigt, dass sie in der ersten Liga mitspielen können. Wir müssen daher vom ersten Aufschlag an voll konzentriert sein und dem Spiel unseren Stempel aufdrücken.“

 

Was die Zuschauer in der Gellersenhölle für ein euphorisierendes Feuer entfachen können, haben sie eindrucksvoll gegen die Recycling Volleys unter Beweis gestellt. Daher wünscht sich Hübner auch gegen den VCO lautstarke Unterstützung. „Mit Stimmung und Leidenschaft tragen uns die Zuschauer durch die Spiele, unsere Fans sind einmalig“, freut sich der SVG-Trainer über den Volleyball-Enthusiasmus „in der schönsten Stadt der Welt“.

 

 

Bundesliga-Volleyball aus dem Internat: Wie geht das eigentlich?

Der (VCO) ist ein Volleyballverein mit angegliedertem Internat, der an das Bundesstützpunktsystem des Deutschen Volleyballverbandes  (DVV) angeschlossen ist. Mit etwa 70 Kaderathleten und den drei Schwerpunkten Hallenvolleyball männlich, Hallenvolleyball weiblich und Beachvolleyball bildet der Standort Berlin den größten von sechs Bundesstützpunkten im Bereich Volleyball. Über verschiedene Sichtungslehrgänge werden junge, talentierte Nachwuchsspielerinnen und -spieler aus allen Bundesländern ausgewählt und anschließend in Berlin professionell gefördert.

Ziele des Projekts

Der Name „VC Olympia“ beschreibt das größte Ziel der Nachwuchstalente. Am Bundesstützpunkt in Berlin werden Volleyballer und Volleyballerinnen Deutschlands zusammengeführt, um im besten Falle bei beiden Geschlechtern die Junioren-Nationalmannschaften zu stellen. Die Athleten erhalten frühzeitig die Möglichkeit sich national zu präsentieren und durch eine optimale Ausbildung den Grundstein für eine Profisportkarriere in der 1. Bundesliga und der A-Nationalmannschaft zu legen. Das langfristige Ziel heißt dabei immer: Olympia!

Ganzheitliche Ausbildung

Eine Ausbildung zum Profiathleten bedeutet harte Arbeit und Disziplin. Weiterhin erfordert sie eine Vielzahl von Bereichen, die die Trainer- und Betreuerteam abdecken müssen. Das Trainer-Team am Bundesstützpunkt besteht aus qualifizierten hochlizensierten Trainern und Bundestrainern. Um die Athletik und die Gesundheit kümmern sich Athletiktrainer, Physiotherapeuten und Ärzte. Zusammen mit dem Schul- und Leistungssportzentrum Berlin sowie Laufbahnberatern und den Trainern kann der VCO ein optimale Ausbildungs-, Trainings- und Wettkampfsteuerung gewährleisten.

Mit Sonderspielrechten nehmen Mannschaften des VCO am Spielbetrieb der Erwachsenen teil. Die Junioren spielen wie eine Vereinsmannschaft in der ersten oder zweiten Bundesliga mit. Die Ergebnisse fließen genauso in die Wertung ein wie die der anderen Teams. Allerdings ist der VC Olympia nicht an den Playoff- oder Pokal-Spielen beteiligt. Auch auf die Entscheidung im Abstiegskampf hat die Mannschaft keinen Einfluss.