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Die ersten Stimmen zum Pokal-Erfolg

LüneHünen starten in den Feier-Tag

Die Pokalparty der SVG startete schon in Mannheim – erst mit dem Pokal bei den Fans, dann noch bis gegen Mitternacht feucht-fröhlich in der Kabine.

Hier sind die ersten Stimmen nach dem 3:2-Pokaltriumph gegen den VfB Friedrichshafen:

Cole Young:

“Einfach unglaublich, das fühlt sich noch gar nicht so real an. Das ist der größte Erfolg meiner Karriere. Ich bin einfach glücklich für das ganze Team, den ganzen Klub. Sie haben viele Jahre darum gekämpft, etwas Großes zu erreichen. Aber heute war unser Tag. Wir haben als Team gezeigt, wer wir sind. Friedrichshafen hat uns wirklich viel abverlangt – aber ich war mir sicher: Wir werden am Ende oben stehen, egal, ob mal ein Satz gut läuft oder nicht.”

… zu seinem Starting-Six-Einsatz:
“Ich hatte das Gefühl, dass ich heute vielleicht spielen könnte. Im Training lief es zuletzt schon gut, mein Knie ist endlich wieder okay. Trotzdem war’s ein kleiner Schock vor dem Spiel, dass ich wirklich dabei bin. Aber ich war bereit, hab’ mich gut gefühlt.”

Axel Larsen:

“Elf Jahre haben alle darauf gewartet. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie sich die Fans im Moment fühlen müssen. All diese Arbeit, um hierher zu kommen … Wir arbeiten hart als Team, auch wenn wir mental und physisch gefordert werden. Es fühlt sich unbeschreiblich an, jetzt mit Gold hier zu stehen. Wir haben es geschafft! Wir haben ein Kapitel Geschichte für diesen Klub geschrieben!”

Stefan Hübner (vom Team mit Bier geduscht, mit Siegerbier in der Mixed Zone):

… zum Starting-Six-Einsatz von Cole Young:
“Wir sind in der Mitte gut besetzt. Es war jetzt die Momentaufnahme. Cole ist sehr gut in die Saison gestartet, hatte dann körperlich ein paar Schwierigkeiten. Er war gut drauf, schon in den letzten Spielen und in den Trainings. Klar, das ist nicht einfach für Joscha, der eine gute Saison spielt. Da ist es nicht schön, wenn man in so einem Moment nicht auf dem Feld ist. Aber Cole hat sich das auch verdient in den letzten Wochen, hat jetzt ein sehr gutes Spiel gemacht.”

… zur Bedeutung des Erfolges Bedeutung für den Verein:
“Wenn man kontinuierlich arbeitet und permanent versucht, sich zu verbessern, dann klappt es irgendwann auch. In Lüneburg gibt es eh immer schon viel Euphorie. Wir stehen schon da und denken: ‘Viel mehr geht eigentlich nicht.’ Deshalb lassen wir uns mal überraschen, was das jetzt noch weiter auslöst. Unsere Fans investieren so viel, die Halle ist permanent voll, die reisen überall hin, um die Mannschaft zu unterstützen. Die flippen jetzt aus, dass sie das erleben dürfen. Und da gibt es viele, die seit zehn Jahren oder länger dabei sind, da erlebt man das nochmal viel intensiver.”

… ein geplatzter Knoten für die weitere Entwicklung?
“… es schadet zumindest nicht. Man muss, auch als Verein, die Mentalität entwickeln. Bei den ersten Pokalfinals waren wir noch nicht bereit, da war es eher das Reinkommen mit großen Augen und ’schön, dass wir hier sind’. Diesmal ist es noch enger geworden mit einem glücklichen Ende. Das kann sicher etwas auslösen, eine Mentalität entwickeln, um Titel mitzuspielen. Wir werden aber ein Verein bleiben, der junge Leute holt, sie entwickelt und hoffentlich immer eine gute Mannschaft zusammenstellt, die oben mitspielen kann.“

Santeri Välimaa (nach einem kurzen Doppel-Gold-Foto mit Suhls Mittelblockerin Roosa Laakkonen):

“Überragend! Die Fans waren zwar ein Stück weg vom Spielfeld, aber wir haben das ganze Spiel gefühlt, dass sie richtig da waren, der ganze Lüneblock quasi direkt am Spielfeldrand! Da fehlen mir einfach die Worte. Ich wiederhole mich schon zu oft, wenn ich über die Fans und den Klub rede … wir wollten das für sie schaffen. Klar, auch für uns – aber auch für euch!”

… über die Nervenstärke im Tiebreak:
“Die Rückmeldung, die Unterstützung von der Seite war gut. Jesse, Shane, … jeder hat reingerufen: ‘Ihr habt’s verdient, ihr gewinnt das! Macht es!’ Die klare Botschaft am Ende des Spiels war dann: ‘Wir müssen uns das holen!’ Ich bin richtig stolz, dass wir es im fünften Satz wirklich geschafft haben. Diese Message hat uns einfach wirklich geholfen.”

… über die Bedeutung für die weitere Saison:
“Wir wollen alles gewinnen! Heute feiern und genießen wir. Aber wir wissen, was wir erreichen können. Wir haben jetzt die Last vom Rücken der SVG gelöst – jetzt können wir einfach spielen. Es gibt ja nichts zu verlieren. Vor der Saison hat uns keiner hier erwartet, jetzt haben wir schon den Pokal geholt – warum nicht auch den Meistertitel holen?”

… das spontane Treffen mit der finnischen Suhl-Spielerin Roosa Laakkonen:
“Wir haben schnell mal kurz übers Spiel gesprochen. Großartig, dass wir uns hier getroffen haben und ein gemeinsames Bild nach Finnland schicken konnten. Da können sie eine nette Geschichte über uns machen … (lacht). Sie hat gesagt, dass sie am Mittwoch wieder ein Spiel haben und nicht so sehr feiern können – ich habe gesagt: Wir haben auch ein Spiel, aber wir werden hart feiern! (lacht)”

(gm)