Bei Berlins Gegner Zenit St. Petersburg spielen u.a. Außenangreifer Egor Kliuka (l.) und Zuspieler Egor Kobzar, beide auch Stützen im russischen Nationalteam

Berlin und Frankfurt geben Heimrecht ab

Corona wirbelt auch Europacup-Spielpläne durcheinander

Die jetzige zweite Kalenderwoche des neuen Jahres 2022 ist für die Fortsetzung der Europapokal-Spiele vorgesehen. Doch was die Pandemie zulässt, nachdem immer mehr Coronafälle der sich rasch ausbreitenden Omikron-Welle auftreten, bleibt abzuwarten. Sicher ist schon: Massiv betroffen ist das international vertretene Bundesliga-Trio.

In der Champions League stand für die mit zwei 3-Punkte-Siegen gut gestarteten Berlin Volleys am Mittwoch das Schlagerspiel im Pool D gegen den russischen Meister Zenit St. Petersburg um Egor Kliuka und Igor Kobzar, als Außenangreifer und Zuspieler beide Leistungsträger in Russlands Nationalteam, an. Nachdem der Hauptstadtclub schon seit 20. Dezember mit dem Virus und Quarantäne-Maßnahmen zu tun hat, ist das Duell in der Max-Schmeling-Halle nun abgesetzt. Hin- und Rückspiel sollen dann zum Rückspiel-Termin einen guten Monat später um den 16./17. Februar herum in St. Petersburg stattfinden.

Im Pool A steht für den VfB Friedrichshafen am Donnerstag das Heimspiel gegen Jastrzebski Wegiel an. Der polnische Meister, mit zwei 3:0-Siegen gestartet, war in der letzten Saison – als Gruppengegner Berlins – schwer von Corona betroffen. Damals wurden die Hinspiele aller Clubs und alle Rückspiele jeweils in einer Bubble gespielt, Wegiel konnte zu beiden Turnieren nicht antreten und musste alle sechs Matches mit 0:3 kampflos abgeben. Mindestens ebenso bitter entwickelte sich das Geschehen für Friedrichshafen. Nach guten 6 Punkten aus 3 Spielen im ersten Turnier sollten die Häfler das Turnier mit den Rückspielen am Bodensee ausrichten und hatten gute Chancen aufs Weiterkommen – waren dann aber vor der Haustür nur in der Zuschauerrolle, weil das Virus beim VfB grassierte.

Kann Friedrichshafen wieder aufs Feld?

Ob die Süddeutschen, seit vergangenem Dienstag in Quarantäne, nun bis Donnerstag genug Spieler freigetestet bekommen, um gegen Wegiel antreten zu können, steht noch in den Sternen. Sicher ist nur, dass sie in Neu-Ulm ein Geisterspiel bestreiten müssten, denn in Bayern gilt diese Vorgabe weiterhin. Und bisher zwei 2:3-Niederlagen bei den vorangegangenen Auftritten sorgen sicher auch nicht für Vorfreude…

Im CEV Cup sollte es für die United Volleys Frankfurt am Mittwoch weitergehen mit dem Achtelfinal-Hinspiel daheim gegen den rumänischen Meister CSM Galati. Das hat sich nach dem noch ganz frischen Corona-Befunden bei den Hessen erledigt. Beide Spiele sind nun in Galati angesetzt, am 18. Januar das Hinspiel aus Frankfurt und zwei Tage später das Rückspiel.

Wie es in der Bundesliga weitergeht, soll an diesem Dienstag bei einer außerordentlichen Sitzung der Volleyball-Bundesliga (VBL) besprochen werden. Im Raum stehen – wie in verschiedenen Medien spekuliert wird – mehrere Modelle wie Verschiebung, Verkürzung oder Streichen der Zwischenrunde oder auch eine Straffung der danach folgenden Playoffs. Fest steht: Auf der Liste der Ausfälle stehen bisher 6 Spiele, zusätzlich offen sind drei, an denen zweimal Friedrichshafen beteiligt ist (15. und 19. Januar). Lediglich das Match SVG – Haching am 15. ist derzeit nicht gefährdet. In der aktuellen Tabelle haben Friedrichshafen und Frankfurt jeweils drei Spiele Rückstand. Der Termindruck ist groß, ein Beginn der Zwischenrunde am 22. Januar scheint ausgeschlossen.

Und dann gibt es da ja auch noch das offene Halbfinale im DVV-Pokal, in dem zwischen Friedrichshafen und Berlin der Endspielgegner der LüneHünen am 6. März gesucht wird. Einen neuen Termin gibt es noch nicht, vielmehr kursieren Gerüchte, dass das Finale auf einen späteren Zeitpunkt geschoben wird.

Bundesliga-Spieltag zusammengefasst

Der Endspurt in der Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga wurde jäh gestoppt. Nachdem unter der Woche schon Corona-Fälle in Friedrichshafen und Berlin zu Spielabsetzungen führten, kam es am Wochenende noch schlimmer. Positiv-Testungen in Frankfurt hatten auch kurzfristige Absagen für die beiden Matches der Hessen in Herrsching und in Haching zur Folge. Und auch das von Donnerstag auf Sonntag geschobene Spiel Berlin – Düren fiel endgültig aus, weil auch im Dürener Umfeld ein Fall bekannt wurde und das Risiko wegen der ohnehin schon betroffenen Berliner als zu groß angesehen wurde.

So blieb nur das SVG-Spiel gegen Giesen übrig. Hier noch die gegenüber der ersten Statistik-Erhebung korrigierten Werte:

SVG Lüneburg – TSV Giesen Grizzlyes 3:2

(23:25, 25:20, 25:23, 21:25, 15:11)

122 Min., 452 Zuschauer

MVP: Worsley – Röling

Scorer: Ewert (22), Nath (20), van de Kamp (16), Eshenko, Schlien (je 5), Worsley (2), Solbrig (1) – Mayaula (19), van Tilburg (17), Colito (14), Wagner, Seybering (je 10), Karlitzek (5), Schippmann (4)

SVG-NEWS in Kürze

Für das letzte Bundesliga-Heimspiel der Bundesliga-Hauptrunde gegen den TSV Haching München am kommenden Sonnabend gibt es noch Eintrittskarten – ohne Umweg durch einen Klick hier: https://tickets.svg-lueneburg.de/produkte/43560-tickets-heimspiel-svg-lueneburg-tsv-haching-muenchen-lkh-arena-lueneburg-am-15-01-2022

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