Die zweite Herren hat sich am Samstag Abend mit einem wilden 3:1 Sieg gegen TV Bremen-Walle die Meisterschaft gesichert und damit die Voraussetzung geschaffen, in der nächsten Saison Regionalliga spielen zu dürfen.

Aufgrund zahlreicher Verletzungen und Ausfälle begann die SVG mit einer völlig ungewohnten und nie trainierten Aufstellung. Rico Stender rückte aufgrund seiner Schulterprobleme auf die Libero-Position, während die Stammliberos Ludger Wessels und Johannes Metzler den Außenangriff stellten. Da Lars Pickbrenner nach Weisheitszahn-OP zunächst nicht auflief, übernahm Marco Grande diesmal die Diagonalposition und hat damit außer Zuspieler in diesem Jahr jede Position gespielt. Das Zuspiel lag in den Händen von Michael Schönen, der beim Matchball noch unerwartete Unterstützung von Altstar Jörg Ostheimer erhielt, ansonsten aber die Bälle routiniert verteilte.

Die ersten beiden Sätze konnten vor allem Dank Johannes Metzler und dem überragenden Dominik Mau souverän mit 25:17 und 25:21 gewonnen werden, bevor sich im dritten Satz Nervosität und Müdigkeit breit machten. Die fehlende Fitness machte sich dabei auf vielen Positionen bemerkbar und führte dazu, das Bremen mit seiner unkonventionellen Spielweise die Lüneburger immer wieder überrumpeln konnte und vor allem Block und Annahme erheblich zu schaffen machten. Julian Koch, der schon seit Wochen wegen einer Wadenzerrung nur eingeschränkt spielfähig war, musste dann zusätzlich noch ausgewechselt werden. Marco Grande rückte in die Mitte, und Lars Pickbrenner musste in den Schuhen des 25 Zentimeter kleineren Jörg Ostheimer dann doch noch eingreifen, konnte die 22:25 Satzniederlage aber nicht mehr verhindern.

So ging es dann auch in den letzten Satz, in dem die Mannschaft geführt von Pickbrenner, der den Bremer Block vor unlösbare Aufgaben stellte, und Dominik Mau, der immer wieder in entscheidenden Momenten mit Block und Schnellangriff zur Stelle war, wieder einen Gang hochschaltete. Dadurch konnte die SVG letztlich die Meisterschaft mit einem 25:20 im vierten Satz sichern, ohne im Mai noch durch eine Relegation zu müssen. Diese wird nun der Oldenburger TB bestreiten.