Viktor Lindberg zieht nach zwei Jahren das SVG-Trikot aus

Herr der Asse sagt danke

Viktor Lindberg kommt nach EM-Qualifikation nicht zurück

Statt das Trikot der LüneHünen trägt Viktor Lindberg gerade das Dress der schwedischen Nationalmannschaft, kämpft mit ihr um ein Ticket für die Europameisterschaft im Spätsommer. Was nach dieser Qualifikation bis zum 16. Mai kommt, ist noch ungewiss. Sicher ist aber: Der Außenangreifer kommt nicht zurück, schließt in seiner Karriere das Kapitel SVG.

„Das waren zwei tolle Jahre für mich – zuletzt aber habe ich die Atmosphäre in den Heimspielen ohne Fans sehr vermisst. Ich möchte mich bedanken bei allen Beteiligten, bei Jedem, der mit dem Club verbunden ist: Spielern, Trainern, Fans“, verabschiedet sich Lindberg und fügt noch an: „Die SVG Lüneburg wird für mich für immer ein besonderer Ort sein.“ Gekommen war er 2019 von Raison Loimu in Finnland, vor dieser Station war er in der Heimat 2018 schwedischer Meister mit Hylte/Halmstadt geworden.

Zwei Jahre lang Alarmstufe rot bei Gegnern

Der 25-Jährige wird bei der SVG als „Herr der Asse“ mit einem gewaltigen Armzug und krachendem Service im Gedächtnis bleiben. Wenn Lindberg an die Aufschlaglinie trat, herrschte beim Gegner Alarmstufe rot. Insgesamt 83 Asse jagte er in der Bundesliga über das Netz: 70 in zwei Hauptrunden plus 13 zuletzt in den vier Playoff-Spielen – allein 6 im ersten Viertelfinale gegen Herrsching. In der abgelaufenen Saison landete er im Ranking der besten Aufschläger auf Platz 2 (33 Asse) hinter dem Dürener Sebastian Gevert (42). In der Wertung „Aufschläge mit Wirkung“ war keiner der führenden Asse-Produzenten besser als Lindberg (32,1%).

Aber Lindberg sorgte auch trotz für einen Außenangreifer nur 1,91 m Größe für viele andere wichtige Punkte, was dem coolen Schweden zuletzt immer öfter ein verschmitztes Lächeln ins Gesicht zauberte. Als einer der besten Scorer war er so wesentlich an der Bronzemedaille beteiligt. Außer dieser Plakette nahm er auch viel Selbstvertrauen mit in die Heimat zum Trainingslager mit dem Nationalteam. Als Kapitän, der er auch im ersten Jahr bei der SVG war, führt er die Skandinavier nun ab 7. Mai in die Qualifikationsspiele zur Europameisterschaft, an diesem Sonnabend zum Beispiel im Match gegen Holland mit Gijs van Solkema.

NEWS AUS DER LIGA

Wieder einen dritten Mittelblocker neben den etablierten Tim Broshog und Michael Andrei haben die powervolleys Düren gefunden. David Pettersson, 2,05 Meter groß und mit Bundesliga-Erfahrung bei den Bisons Bühl (2017/18), kommt vom finnischen Meister Sastamala Tampere. Der 27-Jährige spielt derzeit für sein Land auch in der EM-Qualifikation.

NEWS AUS DER SZENE

36 Jahre alt und kein bisschen müde: Diagonalangreifer Georg Grozer wechselt innerhalb der italienischen SuperLega von von Bluenergy Piacenza zu Vero Volley Monza – die 10. Auslandsstation für „Hammer-Schorsch“, seitdem er 2010 die Bundesliga (Friedrichshafen) verlassen hat.

Außenangreifer Egor Bogachev (24), bei den Berlin Volleys groß geworden, wechselt nach einer Saison in Russland bei Yugra-Samotlor Nizhnevartovsk, 9. der Super League, zu Lindemans Aalst in Belgien.

Mit vier Duos nimmt der deutsche Verband an der Phase 2 des europäischen Continental Cups im Beachvolleyball teil. Von Donnerstag bis Sonntag spielen insgesamt 24 Teams pro Geschlecht in drei Pools um eine Teilnahme an der Endrunde Ende Juni in Den Haag, wo es dann um die letzte Chance für ein Olympia-Ticket geht. Team Deutschland vertreten jetzt in Madrid Julius Thole/Clemens Wickler und Nils Ehlers/Lars Flüggen sowie im österreichischen Baden südlich von Wien Laura Ludwig/Svenja Müller und Leonie Krötzinger/Sarah Schneider.

Schreibe einen Kommentar