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Vorsprung ist kein Ruhekissen

Weiter vorlegen vor den Spielen gegen Top-Trio

Sonntag, Mittwoch, Freitag – so lautet derzeit inklusive zweier Reisen der Spielrhythmus in der Bundesliga für die SVG Lüneburg, eine Taktung, die zwischendurch nicht viel Zeit zum Training bietet. Ein Rhythmus, der aber dennoch die Option lässt, sich weiter Winterspeck anzufuttern, bevor die ganz großen Aufgaben kommen. Denn auch im schon an diesem Mittwoch (18.30 Uhr) folgenden nächsten Match in der LKH Arena gegen den TSV Haching München kann der Spitzenreiter wieder einen Dreier einfahren, während mit Düren und Friedrichshafen zwei Rivalen im direkten Duell versuchen, nicht den Anschluss zu verlieren.

Haching träumt noch von Playoff-Teilnahme

Der Vorsprung der LüneHünen sieht schon recht komfortabel aus, doch so verdient er auch ist – er ist etwas trügerisch. Denn zweifellos haben die Verfolger derzeit höhere Hürden zu nehmen. Und sie hoffen darauf, den Spitzenreiter demnächst Aug‘ in Aug‘ am Netz stoppen zu können. Denn nach dem Gastspiel der SVG schon am Freitag dieser Woche bei den Netzhoppers heißen die nächsten Gegner für Kapitän Jesse Elser & Co. dann Berlin, Friedrichshafen (auswärts) und Düren.

Vor diesem Top-Trio kommt aber noch ein Ausnahmeteam an die Ilmenau: In der Champions League gastiert der polnische Vizemeister Aluron Warta Zawiercie, klarer Favorit im Pool D, am Dienstag, 20. Januar, 19 Uhr, in der LKH Arena. Die Mannschaft von Ex-Bundestrainer Michal Winiarski ist aus der vergangenen Saison noch bestens bekannt, hat sich kaum verändert. Neu sind im engeren Stamm nur Diagonalangreifer Bartlomiej Boladz (für Karol Butryn)und Libero Jakub Popiwczak (für den Australier Luke Perry) sowie die Ergänzungsspieler Jakub Czerwinski (Außenangriff) und Dawid Ogorek (2. Libero).

Zawiercie ist weiterhin sehr ausgeglichen, fast jeder Angreifer in der Starting Six kann ein Spiel entscheiden – oder auch Kapitän Mateusz Bieniek als Mittelblocker. Neben ihm spielt weiterhin bzw. wieder der mittlerweile 41-jährige Ukrainer Yuriy Gladyr, der nach langer Verletzungspause bei der Vereins-WM im Dezember sein Comeback gab. Milosz Zniszczol vertrat ihn zwar monatelang gut, nun hat aber wieder Gladyr die Nase vorn. Umkämpft ist die Diagonalposition. Zunächst spielte Boladz, auch schon mal in Friedrichshafen (2017 – 2019), zuletzt hatte ihm aber Kyle Ensing (USA) den Rang abgelaufen. Gesetzt sind die Außen Aaron Russell (USA) und Bartosz Kwolek und Zuspieler Miguel Tavares (Portugal) ohnehin.

Zunächst aber steht nun für die LüneHünen der Liga-Betrieb im Fokus. Und da hat der kommende Gegner TSV Haching München am Wochenende ein Warnsignal gesendet, ihn nicht zu unterschätzen. Ob das 3:1 in einem engen Match gegen die Giesen Grizzlys allerdings reichen wird, das Saisonziel Playoffs zu erreichen, bleibt fraglich. Der Rückstand auf Platz 8 beträgt immer noch fünf Punkte. Aber dieser Erfolg zeigt, dass die Bayern noch nicht aufgegeben haben. „Jetzt müssen wir gegen die ersten fünf Mannschaften Punkte holen“, wusste Trainer Mircea Dudas schon zuvor. Und seine Mannen ließen Taten folgen.

Auffällig bei diesem sechsten Saisonsieg waren die Aufschlag-Qualität und das starke Blockspiel mit 14 Kill-Blocks, allein elf durch die beiden Mittelblocker Alexej Zhbankov (8 Kills, finnischer Nationalspieler) und Jakub Klajmon (3, tschechischer Nationalspieler). Bei der SVG wird wohl dieses Mal Joris Backhaus den verletzten Libero Sho Takahashi ersetzen, nachdem am Sonntag Außenangreifer Daniel Gruvaeus die Rolle wechselte. „Für diese Position haben wir ja auch noch Joris, der uns dann unter der Woche unterstützen kann“, deutete Chefcoach Stefan Hübner auf Dyn eine erneute Änderung schon an. Mehrmals stand der ja schon im Kader und wurde auch bei zwei Spielen eingewechselt.

(hre)

Rund ums Spiel:

Tickets: Für das Spiel gibt es noch Karten unter https://tickets.svg-lueneburg.de.

Autogrammstunde: Nach dem Spiel erfüllen Shane Holdaway und Sho Takahashi Autogramm- und Selfie-Wünsche der Fans im Unterrang (hinter dem Lüneblock).

Spieltagsflyer: Am Spieltag findet ihr im digitalen Spieltagsheft „Crunchtime“ wieder alle Infos rund ums Spiel – diesmal mit einem Porträt von Santeri Välimaa. Schaut also gern am Mittwoch in der Rubrik „Spieltagsflyer & Saisonheft“ der SVG-Website vorbei. Dort findet ihr übrigens auch die bisherigen Ausgaben.