Ein letzter Blick in eine volle Gellersenhalle, dessen niedrige Decke wieder einmal viele Aktionen zunicht machte. Diese Zeiten sind nun vorbei, ab Mittwoch spielen die LüneHünen in der LKH Arena. Foto: Behns

Vor Europacup noch deutscher Pokal

LüneHünen wollen in Warnemünde ins Viertelfinale

Beim Hopping durch die Wettbewerbe geht es für die LüneHünen schon weiter: Am Mittwoch war Bundesliga, jetzt folgt deutscher Pokal, am nächsten Mittwoch Europacup, dann wieder Bundesliga. An diesem Sonnabend (18.30 Uhr) steht der DVV-Pokal an, das Achtelfinale in der Rostocker OSPA-Arena gegen den SV Warnemünde. Zu sehen ist das Match im Stream dieses Mal nur auf sportdeutschland.tv (ab 18.10 Uhr). Die Viertelfinal-Auslosung erfolgt am Montagmittag.

Starken Zweitligisten nicht unterschätzen

Das Kapitel Gellersenhölle ist abgehakt. Ein Sieg war Fans, Spielern, Trainern und Staff der SVG zum Abschied nicht mehr vergönnt, das 1:3 gegen Düren war dennoch nach Meinung von Chefcoach Stefan Hübner „unser bestes Spiel in dieser Saison“. Und die Statistiken liefern dafür einige eindrucksvolle Belege: Angriffsquote 51%, direkte Angriffspunkte nach guter Annahme 57% und nach schlechter Annahme 50%, Angriffe aus der Abwehr 48%. Dazu 46% positive Annahmen, trotz einiger an die Decke prallender Bälle – die niedrige Höhe ist sicher eins der wenigen Dinge, die die LüneHünen künftig nicht vermissen werden. Für eine Heimspiel-Atmosphäre wie in Reppenstedt werden aber in der LKH Arena sicher wieder die Fans sorgen.

Nun steht aber erstmal im DVV-Pokal das Match beim Zweitliga-7. Warnemünde an. Doch die Platzierung täuscht. Das Team von der Ostseeküste hat erst fünfmal gespielt, die besser dastehende Konkurrenz schon sechs- oder siebenmal. Die beiden Niederlagen zuletzt gab es gegen das Spitzenduo Mondorf und Moers. Dennoch scheint Warnemünde stärker als in der vergangenen Saison, als am Ende Platz 7 im Feld von 13 Teams stand.

Im Kader des seit 2018 amtierenden slowakischen Trainers Jozef Janosik, als (Zu-)Spieler weit herumgekommen (Tschechien, Zypern, Polen, Rumänien, Griechenland sowie in Bottrop), stehen zumindest zwei interessante Akteure: Mittelblocker Sören Schröder, der nächste Woche 21. Geburtstag feiert, ist ins Blickfeld der Berlin Volleys geraten, war dort Gastspieler während der Saisonvorbereitung des Meisters. Und Außenangreifer Adam Surgut (24) wurde ausgebildet in Belchatow, einem der renommiertesten polnischen Clubs.

„Wir bereiten uns vor wie auf jedes andere Spiel auch“, ist Hübner ohnehin weit davon entfernt, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Wobei er aber auch nicht ausschließt, dass Akteure, die zuletzt weniger Einsatzzeit hatten, nun mehr gefordert sind. Der angeschlagene Hannes Gerken wird dagegen wahrscheinlich eher noch geschont.

Bundesliga-Spieltag zusammengefasst

Nach durchwachsenem Start scheint der VfB Friedrichshafen nun in Schwung zu kommen, gewann die letzten drei Spiele jeweils 3:0 und kletterte auf Platz 4. Herrsching hat die zwei Niederlagen gegen Berlin und Friedrichshafen verdaut und sich gegen die Netzhoppers mit einem 3:1 zurückgemeldet, obwohl nach Außenangreifer Tim Peter nun mit Ramon Ferragut ein zweiter wichtiger Stammspieler länger ausfällt: zweifacher Bruch des Handwurzelknochens.

Am Wochenende steht nun das Pokal-Achtelfinale an, dabei bestreiten die Netzhoppers gegen Friedrichshafen ihr drittes Match innerhalb von fünf Tagen – es ist zugleich das einzige Bundesliga interne Duell, sonst heißt es stets 2. gegen 1. Liga.

Die Spiele im Stenogramm:

SVG Lüneburg – powervolleys Düren 1:3

(25:22, 23:25, 22:25, 21:25)

115 Min., 710 Zuschauer

MVP: Ewert – Gevert

Scorer: Ewert (21), Pörner (18), Nath (10), Eshenko (9), Solbrig (5), Worsley (4) – Gevert (24), Brand (15), Ernastowicz (13), Broshog (9), M. Andrei (6), Kocian (3), John (1)

Berlin Recycling Volleys – United Volleys Frankfurt 3:0

(25:19, 25:22, 25:20)

81 Min., 2321 Zuschauer

MVP: Mote – Tsuiki

Beste Scorer: Kessel, Patch (je 16), Jendryk (9) – Malescha (14), Weir (9), Lindberg (8)

WWK Volleys Herrsching – Netzhoppers KW-Bestensee 3:1

(25:27, 25:21, 27:25, 25:17)

108 Min., 400 Zuschauer (in Herrsching)

MVP: Jeanlys – Ratajczak

Beste Scorer: Jeanlys (23), Ilic (14), Mantha (13) – Rattray (17), Timmermann (16), Chamberlain (12)

VfB Friedrichshafen – TSV Giesen Grizzlyes 3:0

(25:16, 25:16, 25:19)

76 Min., 682 Zuschauer

MVP: Böhme – Karlitzek

Beste Scorer: Böhme (14), Cacic, Hirsch (je 12) – Colito (11), Karlitzek, Sauss (je 6)

TSV Haching München – Netzhoppers KW-Bestensee 1:3

(25:18, 17:25, 18:25, 14:25)

88 Min., 100 Zuschauer

MVP: Schumann – Rattray

Beste Scorer: Schumann (19), Topuzliev (14), Rösler (5) – Rattray (20), Timmermann (15), Goralik (11)

NEWS aus der Szene

Premiere ausverkauft: Keine Tickets gibt es mehr für das erste internationale Pflichtspiel der SVG Lüneburg, das Hinspiel der 1. Runde im CEV-Cup am kommenden Mittwoch. Gegen den serbischen Pokalsieger Kraljevo sind damit alle in der Pre-Opening-Phase der neuen LKH Arena erlaubten 995 Plätze besetzt.

Die powervolleys Düren tragen in der 1. Runde des CEV-Cups beide Spiele in ihrer heimischen Arena aus. Ihr Gegner Shaktior Soligorsk ist in Belarus (früher Weißrussland) beheimatet, und dorthin bestehen Reisewarnungen nicht nur des Auswärtigen Amtes. Auch der Europäische Rat hat Fluggesellschaften aufgefordert, den belarussischen Luftraum zu meiden. Die Vereine einigten sich daher, beide Spiele in Düren innerhalb von 24 Stunden auszutragen: am 9. und 10. November. Die Redaktion des „Volleyball Magazin“ sucht wieder die Volleyballer des Jahres und hat für die Teilnahme auch Preise ausgelobt. Die Abstimmung läuft bis zum 5. Dezember über die Homepage volleyball.de bzw. direkt über folgenden Link: https://volleyball.de/misc/wahl-zum-volleyballer-des-jahres/

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