Tim Stöhr verlässt die SVG Lüneburg nach einer Saison mit großem Verletzungspech wieder. Foto: SVG

Tim Stöhr fit für den Lehrgang

Zur U23-/B-Nationalmannschaft – Abschied von der SVG

Das Ende ist versöhnlich: Kurz bevor Tim Stöhr seine Zelte bei der SVG Lüneburg jetzt wieder abbrach (neuer Verein noch unbekannt), bekam er Post vom Deutschen Volleyball-Verband (DVV). Inhalt: Eine Einladung zum Lehrgang der U23-/B-Nationalmannschaft in Kienbaum ab 25. April.

Der Universalspieler, der am liebsten im Außenangriff eingesetzt wird, aber auch diagonal spielen kann und vor allem einen starken Libero abgibt, gehört zu den Kandidaten für den Aufbau eines Teams, das im Juni/Juli in China an der Universiade teilnehmen soll. Diese Studenten-WM in 18 Sportarten sollte eigentlich schon im letzten Jahr stattfinden, fiel aber Corona bedingt aus. „Da gehörte ich auch schon zum Kandidatenkreis. Jetzt bin ich aber auch endlich wieder fit und gesund“, freut sich der 25-Jährige, dass er nicht in Vergessenheit geraten ist.

Stöhr wurde vor der abgelaufenen Saison ein LüneHüne, als sein damaliger Verein TV Bühl aus der Bundesliga zurückzog. Nach überstandenem Bänderriss und einer Knie-Operation in der Sommerpause kam er zu Saisonbeginn auch mehrmals zum Einsatz, dann warfen ihn langwierige Rückenbeschwerden wieder zurück. Als die SVG das Verletzungspech ereilte, fiel auch Stöhr wochenlang aus. Erst zum Schluss war er wieder ein Thema – einmal sogar noch als Libero.

Neben Stöhr wurden für den Lehrgang Youngster wie Max Schulz (Netzhoppers, Außen) oder Moritz Eckardt (Düren, Libero) nominiert, aber auch gestandene Bundesligaspieler wie Tobias Brand (Düren, Außen) und Tobias Peter (Herrsching, Außen). Außerdem dabei sind die A-Nationalspieler Denys Kaliberda, der nach monatelanger Pause bei den Netzhoppers wieder einstieg, und Tobias Krick, der bei Top Volley Cisterna in Italien nur wenig eingesetzt wurde. Für sie zählt dieser Lehrgang, um im Hinblick auf die Nations League und vor allem die WM wieder richtig in Schwung zu kommen.

Bundesliga-Playoffs

Spätestens seit dem zweiten Sieg – überraschend wie der erste – in der Final-Serie („best of 5“) liegt in der Luft, was zu Beginn der Playoffs noch ausgeschlossen schien: Der VfB Friedrichshafen hat seine 14. deutsche Meisterschaft zum Greifen nahe. Auch im zweiten, bis zum Ende in jedem Satz engen Match ließen sich die Häfler durch nichts aus der Ruhe bringen und dominierten erneut im Blockspiel (16:10 direkte Punkte). Und der Brasilianer Daniel Muniz, selbst wegen einer Knie-OP am Jahresanfang länger ausgefallen, ersetzte Vojin Cacic (nach Achillessehnenriss operiert) gut.

Weiter geht es am Sonnabend, 18.30 Uhr, wieder in der Max-Schmeling-Halle, zu sehen im Live-Stream, mit Vorberichterstattung etwa ab eine Stunde vor Spielbeginn, auf www.twitch.tv/spontent bzw. auf sportdeutschland.tv (ohne Vor- und Nachberichte).

Die Finale im Stenogramm, 2. Spiel:

VfB Friedrichshafen – Berlin Recycling Volleys 3:1

(21:25, 25:23, 25:22, 26:24 – Stand: 2:0)

124 Min., 2076 Zuschauer (in Ulm)

MVP: Hirsch – Carle

Scorer: Hirsch (19), Muniz, Vicentin (je 14), Böhme (10), van Berkel (8), Vincic (2) – Patch (22), Carle (16), Klein (12), Mote (11), Schott (6), Grankin (4), Tuia (3)

NEWS aus der Liga

Der junge Außenangreifer Linus Hüger (19) verlässt die United Volleys Frankfurt nach zwei Jahren, um mehr Spielpraxis zu bekommen – Ziel noch unbekannt.

Weiter auf ganz junge Spieler setzt der TSV Haching München, nun aber auch aus dem Ausland. Marcell Mikulass-Koch (19), ein Zuspieler mit österreichischem und ungarischen Pass vom UVC Graz, ist der zweite Neuzugang nach dem Finnen Jere Heiskanen (Außenangriff).

NEWS aus der Szene

Der frühere SVG-Diagonalangreifer Ryan Sclater ist in Frankreich mit Arago de Sète im Playoff-Viertelfinale nach fünf Matches gegen Narbonne ausgeschieden. In der Rangliste der Topscorer liegt der Kanadier auf Platz 1.

Nationalspieler Moritz Karlitzek, der eine starke Saison im Außenangriff bei Arago de Sète gespielt hat, wechselt in die polnische PlusLiga zu AZS Olsztyn (6.).

Der SC Potsdam steht erstmals in der Vereinsgeschichte im Finale um die deutsche Frauenmeisterschaft, schaltete in zwei Spielen der „best-of-3“-Serie Titelverteidiger Dresdner SC aus. Auch der MTV Stuttgart benötigte nur zwei Matches, um sich gegen den SSC Schwerin durchzusetzen. Die Finalserie („best of 5“) beginnt am kommenden Dienstag, 26. April, 18.30 Uhr.

Lycurgus Groningen wurde wieder einmal Pokalsieger der Niederlande, holte sich den Cup zum dritten Mal in Folge mit einem 3:2 (18:25, 25:23, 20:25, 35:33, 15:12) gegen Orion Doetinchem.

Wachablösung nach vier Titeln in den letzten vier Jahren: Meister in Dänemark wurde zum ersten Mal wieder seit 2012 VK Middelfart, schon einige Male Testspielgegner der SVG Lüneburg, mit drei Siegen in der Finalserie gegen Gentofte.

OK Kakanj hat sich die Meisterschaft in Bosnien geholt und damit eine siebenjährige Dominanz von Mladost Brcko beendet. Meister in Kasachstan wurde VK Atyrau.

Der als Supertalent geltende 23-jährige Diagonalangreifer Gabriel García Fernández („Gabi“) aus Puerto Rico, der in Italien für Cucine Lube Civitanova spielt, hat die Staatsbürgerschaft gewechselt und ist künftig für die USA spielberechtigt.

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