Der vorläufige Spielplan der Volleyball-Bundesliga ist erstellt, und er ist ganz nach dem Geschmack von Aufsteiger SVG Lüneburg. Das Team des neuen Trainers Stefan Hübner beginnt am Sonnabend, 18. Oktober (20 Uhr), mit einem Heimspiel in der Reppenstedter Gellersenhalle gegen den CV Mitteldeutschland, muss dann eine Woche später zum ersten Auswärtsauftritt beim TSV Herrsching antreten.

Alle Teams, die eine Lizenz für die 1. Liga beantragt hatten, haben diese auch bekommen, also auch Generali Haching, das wegen des Ausstiegs des Hauptsponsors seit Jahresanfang über einen Rückzug nachgedacht hatte. Die Eliteklasse des deutschen Volleyballs wird also 2014/15  aus 13 statt zuletzt nur 10 Mannschaften bestehen. Und für die SVG hätte es zur „Eingewöhnung“ kaum besser kommen können. Mit dem CV Mitteldeutschland aus Spergau (Sachsen-Anhalt) geht es zunächst gegen den Neunten der vergangenen Saison, dann warten beim Herrsching und danach im zweiten Heimspiel gegen KW-Bestensee Aufgaben gegen zwei Mitaufsteiger, und die dicken Brocken kommen erst später – zumindest auf dem Papier Aufgaben, bei denen gleich gepunktet werden kann.

Der Coach bleibt da in seiner Beurteilung allerdings vorsichtiger: „Auf den ersten Blick ist das sicherlich ein gutes Auftaktprogramm, besser jedenfalls, als wenn man gleich zu Beginn die Großen wie Berlin, Friedrichshafen und Haching hat. Aber wir sind neu, für uns wird jedes Spiel erst einmal eine Herausforderung, die Bundesliga wird ein Abenteuer. Es wird wichtig sein, erst einmal in der Liga anzukommen, das kann man natürlich besser, wenn man gleich die Chance hat, zu punkten. Das hängt natürlich davon ab, was für einen Kader – an dem wir ja fleißig basteln – wir letztlich haben,“ so Hübner, der sich in seiner Eigenschaft als Co-Trainer der Männer-Nationalmannschaft gerade in Belgien aufhält.

Im Nachbarland bestreitet das Team von Bundestrainer Vital Heynen nach einem einwöchigen Trainingslager in Düren an diesem Wochenende drei Testspiele im Hinblick auf den Beginn der World League am nächsten Wochenende mit Spielen gegen Japan in Bamberg. „Wir haben zweimal täglich trainiert. Wenn mir zwischen der Vorbereitung und den Einheiten noch Zeit geblieben ist, habe ich mich in Abstimmung mit Bernd Schlesinger mit den Kaderplanungen bei der SVG beschäftigt“, erzählt Hübner voller Vorfreude auf seinen künftigen Verein, bei dem er noch gar nicht offiziell beschäftigt ist.

Auch Andreas Bahlburg, 1. Vorsitzender der SVG Lüneburg, fiebert schon der Bundesliga entgegen und sieht das Auftaktprogramm positiv nicht nur im Hinblick auf die Schwere der Aufgaben. „Ich empfinde es vor allem für uns als eine ideale Konstellation, dass wir mit einem Heimspiel beginnen und die Saison auch mit Heimspiel – und das gegen Pokalsieger Friedrichshafen – ausklingen lassen dürfen, das wird zum Schluss ein schönes Highlight. Zwei Wochen zuvor haben wir ja schon den Meister Berlin Volleys bei uns. Ohnehin passt es prima, dass die Knaller-Heimspiele, wozu ja auch Haching Ende Januar zählt, in einer Phase stattfinden, in der der sonstige Sport nicht gerade Hochbetrieb hat. Wir sind insgesamt sehr zufrieden.“

Da passt es ins Bild, dass die SVG bei fünf angesetzten Mittwoch-Spieltagen nur einmal reisen muss, ansonsten auf eigenem Parkett aufschlagen kann, ohne vorher Reisestrapazen zu haben. Und wer weiß, wie es nach der Bundesliga-Hauptrunde, die bereits am 21. Februar endet, weitergeht. Danach beginnen ja die Pre-Playoffs, ehe die acht besten Teams die Meisterschafts-Playoffs spielen. „Wäre doch toll, wenn wir über die Pre-Playoffs die Playoffs erreichen“, ist Bahlburg optimistisch, dass die SVG nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird.

Viermal ein Mittwoch-Heimspiel

Noch ist der erstellte Spielplan nicht in Stein gemeißelt, sind Verlegungen möglich. Für die SVG Lüneburg aber „passen“ zumindest die Heimspiele. Die beginnen wie bisher stets um 20 Uhr. Das komplette SVG-Porgramm in der Übersicht (H =heim, A= auswärts):

18.10. CV Mitteldeutschland (H), 25.10. TSV Herrsching (A), 29.10. Netzhoppers KW-Bestensee (H), 1.11. TV Rottenburg (A), 8.11 Generali Haching (A), 15.11. VSG Coburg/Grub (H), 22.11. evivo Düren (A), 26.11. VC Dresden (H), 29.11. Berlin Volleys (A), 30.11. VCO Berlin (A), 6.12. TV Bühl (H), 13.12. VfB Friedrichshafen (A),
Rückrunde: 20.12. CV Mitteldeutschland (A), 3.1. TSV Herrsching (H), 10.1. Netzhoppers KW-Bestensee (A), 17.1. TV Rottenburg (H), 21.1. Generali Haching (H), 24.1. VSG Coburg/Grub (A), 28.1. VCO Berlin (H), 31.1. evivo Düren (H), 4.2. VC Dresden (A), 7.2. Berlin Volleys (H), 14.2. TV Bühl (A), 21.2. VfB Friedrichshafen (H)