Siegen oder Fliegen!

Mindestens zwei der maximal drei Spiele gegen den TV Ingersoll Bühl muss die SVG Lüneburg gewinnen, damit die famose Saison der Lüneburger noch kein vorzeitiges Ende nimmt. In der best-of-three Serie im Viertelfinale gegen Bühl hat die SVG dabei den Vorteil, ein mögliches drittes Entscheidungsspiel zu Hause austragen zu dürfen. Also gilt es für die SVG bestmöglich in diese Viertelfinalserie zu starten; der Halbfinaleinzug wäre die nächste Sensation in der jungen Bundesligageschichte der SVG Lüneburg.

Bühls Trinidad hat die Gellersenhalle in bester Erinnerung

Wer dem 21-jährigen Angelo Trinidad erstmals begegnet, dem fällt dieser junge ,sympathische Mann zunächst häufig gar nicht besonders auf. Zu unscheinbar und manchmal auch schüchtern erscheint er, um einer der besten Zuspieler der Liga sein zu können. Und doch ist er der Leistungsträger beim TV Ingersoll Bühl und wie sein spanischer Landsmann Carlos Mora Sabaté bei der SVG, die Schaltzentrale im Pass-Spiel. Doch das Trinidad die Bälle nicht nur gut verteilen kann, sondern auch sehr gute Aufschläge über das Netz bringt, diese leidvolle Erfahrung mussten die Mannen von Stefan Hübner im Hinspiel machen. Spektakuläre 15 Punkte erzielte Trinidad im Hinspiel gegen die SVG, davon neun direkte Asse. So avancierte er in diesem Spiel zum zweitbesten Punktsammler der Bühler, für einen Zuspieler ein extrem ungewohnt hoher Wert. Doch nicht nur vor Trinidad ist die SVG Lüneburg gewarnt, dass schnelle Spiel über die Mittelblocker, die über eine sehr hohe Reichhöhe verfügen und Kostolani und Plotyczer machen die Bühler zu einer schwer berrechenbaren Mannschaft.

„Das Spiel gegen Bühl wird eine richtige Herkulesaufgabe, doch wir wollen möglichst mit einem Sieg in diese Best-of-three Serie starten“, sagt SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg. Das Prinzip solch einer Serie ist dabei denkbar einfach erklärt. Das Team, welches zuerst zwei Spiele gewinnt, steht im Halbfinale. Das erste Spiel findet dabei in der Gellersenhalle statt, das zweite in Bühl und ein mögliches drittes Entscheidungsspiel wieder in der Gellersenhalle. „Wir haben einen kleinen Vorteil dadurch, dass wir zu Hause vorlegen können. Doch in der Liga haben wir zu Hause gegen Bühl verloren und auswärts gewonnen“, mahnt Bahlburg an.

David Seybering verstärkt SVG Lüneburg

Entscheidend dürften in der Gellersenhalle wieder einmal die Spielelemente Annahme und Aufschlag sein. „Wir haben in dieser Woche super trainiert und wollen jetzt einfach diese geniale Saison weiter rocken, es wäre doch viel zu früh, wenn jetzt schon alles vorbei wäre“, sagt ein kämpferischer SVG Angreifer Tijmen Laane. Im Angriff kann die SVG zudem ein neues Gesicht begrüßen. Auf der Mittelposition hat sich die SVG Lüneburg kurzfritig mit David Seybering vom VC Olympia Berlin verstärkt. Für die Juniorennationalmannschaft ist die Saison bereits beendet und deren Spieler dürfen nun mit einem Sonderspielrecht nun für andere Vereine spielen. „David ist ein sehr talentierter Spieler, mit einer hervorragenden Physis. Deshalb haben wir diese Möglichkeit genutzt. Zudem möchten wir ihn im Hinblick auf eine mögliche Zusammenarbeit für die kommende Saison näher kennenlernen“, sagt SVG Trainer Stefan Hübner.