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Neues probiert und Erkenntnisse gesammelt

SVG gewinnt Test gegen SV Warnemünde mit 3:1

Im zweiten Testspiel der Saisonvorbereitung setzte sich die SVG am Samstag gegen den SV Warnemünde mit 3:1 (25:21, 23:25, 25:17, 25:22) durch. Das Duell mit dem Ligakonkurrenten in Kröpelin sahen etwa 300 Fans, darunter zahlreiche Fans der LüneHünen.

Im Vergleich zum ersten Test gegen den ETV Hamburg legte Warnemünde mit einer engagierten Spielweise die Messlatte höher. Wobei es die LüneHünen selbst waren, denen phasenweise die Präzision fehlte. Doch wenn die SVG ihre Qualität ausspielte, zog sie schnell das Spiel auf ihre Seite. Auch einen kurzzeitigen Rückstand im ersten Satz (11:12) machte die SVG schnell wett, zudem konnte Neuzugang Cory Schoenherr mit einer Einwechslung zum Satzende sein SVG-Debüt feiern. Ein Angriff von Sani zur missglückten SVW-Abwehr sicherte den ersten Satzgewinn.

Der zweite Satz blieb lange ausgeglichen, zum Start in die Crunchtime geriet die SVG sogar in Rückstand (18:21). Eine lange Rally brachte den Ausgleich (21:21), danach ging es spannend weiter. Ein Aufschlagfehler ebnete Warnemünde den Weg, Schröders Ass sorgte für den Satzausgleich. Im dritten Satz zeigte sich die SVG konstanter, setzte sich früh ab und hatte mit sechs Assen (von zwölf im gesamten Spiel) spürbar Power beim Aufschlag. Daniel Gruvaeus legte am Satzende sogar ein Ass-Triple zum Satzgewinn hin.

Im vierten Satz behauptete die SVG lange eine Zwei-Punkte-Führung und zog nach dem Warnemünder 21:21-Ausgleich gleich wieder an. Zwei Schoenherr-Blocks ebneten den Weg zum Matchball, ein Angriff von Lovis Homberger machte den Sieg der LüneHünen nach 88 Spielminuten klar. Die besten Scorer waren Daniel Gruvaeus (SVG) und Jan-Philipp Krabel (SVW), die auf jeweils 14 Punkte kamen.

SVG: Rein, Gruvaeus, Holdaway, Homberger, Sani, Young – Goto; eingewechselt: Gingera, Schoenherr

Stimmen zum Spiel:

Stefan Hübner (SVG-Chefcoach): „Wir haben heute mal eine andere Variante unseres Angriffsspiels versucht. Da hat man gemerkt, dass wir da noch nicht so viel Zeit investiert haben. Der Angriff war nicht so gut, da haben wir uns ein bisschen schwerer getan. Aber wir haben wieder gut aufgeschlagen. Das hat hier in der Halle auch ein bisschen geholfen. Man hat gesehen, in welche Richtung es gehen soll. Da müssen wir weiter dranbleiben. Diese Informationen und die Analyse nehmen wir mit in die nächste Woche. Und bald können wir auch anfangen, im Training komplexer zu trainieren, noch andere Phasen des Spiels zu trainieren.“

Sören Schröder (SVW, Außenangriff): „Es lief durchaus positiv. Wie unser Coach uns auch schon gesagt hat, haben wir in dieser Woche einen großen Schritt gemacht. Heute haben wir gut gezeigt, wie wir auch gegenhalten können, auch gegen so ein Team wie Lüneburg. Natürlich fehlen dort noch ein paar Leistungsträger, aber wir wissen, was wir gut gemacht haben. Wir wissen aber auch, woran wir jetzt arbeiten müssen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, vor einer schönen Kulisse. Es ist immer wieder schön, gegen Lüneburg zu spielen. Ich glaube, dass die beiden Vereine gut miteinander auskommen. Die Spieler sind alle sehr professionell, sehr freundlich. Die Stimmung bei euch in der Halle ist schon sehr einzigartig, auch in der ersten Liga. Wir freuen uns immer sehr.“

Cory Schoenherr (SVG, Mittelblock) nach seinem SVG-Debüt: „Ich war ein bisschen nervös, aber ich glaube, ich habe meinen Rhythmus gefunden und mich auf dem Feld wohlgefühlt. Jetzt freue ich mich drauf, weiter zu arbeiten. Ich komme ja aus dem Uni-Umfeld, in dem die meisten Jungs 18 bis 23 Jahre alt sind. Das ist hier ähnlich, aber es gibt auch einige ältere Spieler, die Führungsrollen übernehmen. Ich finde, die Mannschaft ist großartig. Es war heute einfach eine gute Erfahrung, gegen eine andere gute Mannschaft anzutreten. Ich bin gespannt, wie der Rest der Liga aussieht – und wie die Saison dann läuft. Die Atmosphäre war wirklich cool, es hat Spaß gemacht. Dass bei einem Freundschaftsspiel schon so viele Zuschauer da sind … Ich habe schon einige Freundschaftsspiele mit der Nationalmannschaft bestritten, bei denen das nicht so war.“

(gm)

Fotos vom Spiel

Fotos: SVG/Anton Höfel