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„Ich habe richtig Bock!”

Bei Zuspieler Anselm Rein wächst die Vorfreude auf die Saison

Zwei Trainingswochen mit 17 Kraft- und Balleinheiten liegen hinter dem neuen LüneHünen-Team – Zeit für erste Eindrücke, bevor in einer Woche das erste Testspiel beim Zweitliga-Rückkehrer ETV Hamburg (04.09., 18 Uhr) ansteht.

“Wir sind natürlich hart am Ackern, damit wir auf das Level kommen”, fasst Anselm Rein den Start zusammen. “Wenn man Sommerpause macht, dann sackt das so ein bisschen ab, die Athletik fehlt ein bisschen. Das ist auch normal, wie ein Auf-und-Ab-Zyklus. Jetzt sind wir auf dem aufsteigenden Ast und versuchen wieder fit zu werden, damit es dann in eineinhalb Monaten gut aussieht.”

Bis es in der Liga im Oktober wieder losgeht, stehen zunächst noch Trainingsarbeit und Testspiele an. “Jetzt geht es darum, jeden Tag hart zu arbeiten”, sagt Rein. “Athletik ist ein Teil, dann die Abstimmung in der Annahme und im Zuspielangriff. Das Thema Blocken wird auch noch kommen – solche Themen eben. Daran arbeiten glaube ich alle in der Bundesliga gerade. Standarddinge”, weiß der in Bayern geborene und in Thüringen aufgewachsene Neu-LüneHüne.

Lüneburg schon vor dem Start erkundet

Der Zuspieler kam im Juli als einer der ersten des Teams nach Lüneburg. Die Zeit bis zum Trainingsauftakt nutzte er für etwas “Lüneburg-Gefühl”: “Ich war schon zweimal zum Stand-Up-Paddling auf der Ilmenau, war schon viel in der Stadt, habe ein paar Cafés kennengelernt, bin in ein paar Restaurants essen gewesen”, zählt der 24-Jährige auf. “Außerdem war ich auf dem Wasserturm, habe mir mindestens zwei Kirchen angeschaut”, ergänzt er. Ein gutes Hilfsmittel für die Kennenlern-Tour: “Ich habe mein eigenes Fahrrad dabei, das habe ich von Zuhause mitgebracht”, verrät Rein. “Früher bin ich zum Training und für alle Wege immer mit dem Rad gefahren. Und Lüneburg ist dafür gemacht, alles mit dem Fahrrad zu erreichen.”

Doch inzwischen sind die Trainingszeiten die wichtigsten Blöcke im Terminplan. “Nach der Zeit beim Nationalteam hatte ich eineinhalb Monate frei. Da kribbelt es dann schon langsam. Ich habe auch etwas früher wieder mit Krafttraining angefangen, damit man ein bisschen fit ist”, blickt Rein auf das Pensum der vergangenen Wochen. “Und trotzdem: wenn es richtig in der Vorbereitung losgeht, merkt man es dann immer”, sagt er lachend. “Da muss der Körper sich erstmal wieder dran gewöhnen.” Die Vorfreude auf die Saison wächst aber ebenso: “Ja, ich habe richtig Bock!”

Der Wechsel vom kanadischen Uni-Team fällt leicht

Allzu sehr umgewöhnen muss sich der Neuzugang nach fünf Jahren in Kanada nicht. “Die Spielweise ist einfach so ähnlich, wie ich es gelernt habe”, blickt er auf den engen Austausch von Chefcoach Stefan Hübner mit der Trinity-Universität, von der Rein – wie zahlreiche weitere Spieler vor ihm – an die Ilmenau kam. “Deswegen ist der Übergang so einfach. Und auch die Sprache, wie wir über die Spielweise und über Volleyball kommunizieren, ist so ähnlich wie es jetzt in den letzten vier Jahren war. Da ist es fast sogar noch einfacher, als wenn ich in einen anderen Klub gehen würde”, wagt er einen Vergleich.

Sportlich ist der nächste Schritt aber durchaus spürbar: “Das Level in der Mannschaft ist natürlich viel höher. Und das merkt man schon im Training.” Und das, obwohl der Kader erst in vier Wochen vollzählig sein wird, wenn auch die EM-Spieler nach Lüneburg zurückkehren. Die Trainingsgruppe bekommt aber vorher schon Zuwachs: Shane Holdaway ist inzwischen zurück in Lüneburg, Cory Schoenherr und Patrick Rogers kommen in der übernächsten Woche.

Das Team aus alten und neuen LüneHünen wächst aber schon zusammen. Die frühe Lüneburg-Erfahrung gab Anselm Rein gleich an die anderen Neuen weiter: “Als ich dann die Stadt zum Beispiel kannte, konnte ich den Jungs was zeigen.” Team-Routiniers geben ebenfalls schnell Orientierung: “Das merkt man bei den Routinen im Krafttraining zum Beispiel. Cole und Dani, die führen uns ein bisschen an.” Mit gemeinsamen Essen und Kinobesuchen wächst rasch auch abseits der Halle der Teamgeist.

Das nächste Stück SVG-Kennenlernen steht ebenfalls an: “Am Wochenende haben wir das Barbeque mit dem Lüneblock. Da freuen wir uns auch schon sehr drauf”, ist Anselm Rein gespannt auf das erste Treffen mit den engagierten Fans.

(gm)

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LüneHünen auf Partner-Besuch: Am Freitagnachmittag war das SVG-Team zu Gast beim Sommerfest seines Premiumpartners Clage. Das Unternehmen feierte im 75. Jahr des Bestehens mit Mitarbeitern und Gästen. Ein willkommenes Wiedersehen für beide Seiten (hier mit Jonas Gerdes, einem der beiden Geschäftsführer): Im vergangenen Jahr hatte sich das Team die Produktion am Firmensitz am Lüneburger Pirolweg schon einmal genauer angeschaut. (Foto: SVG/Höfel)

Schreckmoment: Beim gestrigen Testspiel zwischen Finnland und Schweden (2:3), mit dem sich beide Teams auf die EM vorbereiten, musste LüneHüne Axel Enlund kurzfristig passen. Der Diagonalangreifer hatte sich beim Aufwärmen verletzt, kam nicht zum Einsatz. „Ja, ich habe eine leichte Zerrung im Knöchel“, bestätigt Enlund tags drauf. Aber nach einem Feedback vom Nationalteam-Physiotherapeuten gibt es erste Entwarnung: „Im Moment gehen wir davon aus, dass das recht schnell wieder weg sein wird.“ Der Start in der SVG-Saison dürfte nicht gefährdet sein – und schon bei der EM (Start: 9. September) will Enlund natürlich dabei sein. Der finnische SVG-Teamkollege Santeri Välimaa kam beim Skandinavier-Duell, bei dem Schweden erstmals seit 1999 einen Sieg gegen Finnland holte, im vierten und fünften Satz jeweils als Einwechsler ins Spiel.

Neue Trikots: Löwenstark – auch ohne Löwe! Ihr habt’s bestimmt schon gesehen: Auf den Spielertrikots 2026/27 gibt’s zum ersten Mal ein eingeprägtes SVG-Logo in den Rückennummern. Für die individuell veredelten Fantrikots ist diese Variante nicht verfügbar – die Nummern selbst sind, wie alle anderen Merkmale der Trikots, natürlich echte Originale.