Am kommenden Samstag um 19 Uhr gastiert die SVG Lüneburg in der 1. Volleyball Bundesliga beim Mitaufsteiger TSV Herrsching. Die Bayern, deren Spielhalle fußläufig vom malerischen Ammersee zu erreichen ist, bezeichnen sich seit einien Jahren als „GCDW – Geilster Club der Welt“. Diese provokante Aussage ist dabei ein wenig selbstironisch, aber in einigen Bereichen der Außendarstellung durchaus ernst gemeint. Denn mit dem eigenen Fan Sender „GCDW TV“ und markigen Sprüchen in der Aussendarstellung passen die Herrschinger so gar nicht in das zum Teil biedere Image, welches einige Sportvereine in Deutschland genießen.

Gutes sportliches Niveau beim Mitaufsteiger

Sportlich gesehen erwartet die Lüneburger dabei keine minder schwere Aufgabe, als am vergangenen Wochenende gegen den CV Mitteldeutschland. Mit Sebastian Prüsener verfügen die Herrschinger über einen Libero mit Champions League Erfahrung und konnten mit dem Australier Luke Smith kurz vor Saisonbeginn sogar noch die Verpflichtung eines australischen Nationalspielers vermelden. Gecoacht werden die Herrschinger vom einzigen Spielertrainer der Liga, Max Hauser.

So geht auch Stefan Hübner von einem schwierigen Spiel aus: „Es ist das erste Heimspiel der Herrschinger und wir werden in einer ausverkauften Halle spielen, in der eine ähnlich euphorische Stimmung herschen wird, wie bei unserem Heimauftritt in der vergangenen Woche. Zudem haben die Herrschinger eine komplette Mannschaft und bei der 1:3 Niederlage in Rottenburg eine gute Leistung gezeigt. Es wird wieder der Aufschlag wichtig sein und das wir unseren Level spielen, den wir auch Training spielen.“

„Es muss ja nicht gleich die ganze Welt sein“

Ähnlich äußert sich auch René Bahlburg über die Herrschinger: „Ich kenne einige Spieler von den Herrschingern und wir müssen alles geben, um etwas mit nach Hause zu nehmen. Aber ob wir nun gegen Friedrichshafen oder den selbsternannten „Geilsten Club der Welt“ spielen, das ist für uns nicht wichtig. Dann sind wir halt der geilste Club im Norden – es muss ja nicht gleich die ganze Welt sein“, stichelt der SVG Rückkehrer René Bahlburg ein wenig gegen das selbsternannte Image der Herrschinger. „Am Ende zählt aber viel mehr, dass wir alle heiß auf das Spiel sind und das ist definitiv der Fall. Ich freue mich riesig auf unser erstes Auswärtsspiel“, fährt Bahlburg fort.

Sportlich kann SVG Trainer Stefan Hübner dabei auf den kompletten Mannschaftskader zurückgreifen. Der SVG Tross macht sich bereits am Freitag auf die rund acht stündige Busreise nach Herrsching. „Wir haben aber gute Bedingungen zum Reisen und am Samstag genug Zeit, um uns körperlich zu erholen“, sieht Stefan Hübner in den Reisestrapazen keinen Nachteil.