Den denkbar schwersten Gegner haben die LüneHünen im Pokal erwischt, am Sonnabend (19.30 Uhr/sportdeutschland.tv)  versuchen sie, im Viertelfinale beim Cup-Verteidiger VfB Friedrichshafen zu bestehen. Weiter spielen: Bühl – KW-Bestensee, Berlin – Herrsching und zum Abschluss am Sonntag Solingen – United RheinMain. Die Halbfinals werden nach dem Match in Berlin in der Max-Schmeling-Halle ausgelost (auch live im Internet). Die Bundesliga hat am Wochenende Pause.

Die Süddeutschen spielen bisher eine überaus stabile Saison, gewannen zum Auftakt den Supercup gegen Berlin und stehen souverän an der Tabellenspitze: 6 Spiele, 6 Drei-Punkte-Siege, 18:2 Sätze. Den zweiten Satzverlust mussten sie ausgerechnet gegen das Schlusslicht Bergische Volleys aus Solingen hinnehmen, taten sich am Mittwoch lange schwer beim 3:1 (s. auch unten, „Aktuelles aus der Liga“).

Das macht auch der SVG Mut, dass der VfB nicht unverwundbar ist. „Bis jetzt haben sie keine Schwächen gezeigt“, blickt SVG-Trainer Stefan Hübner zurück, „das wird eine sehr schwere Aufgabe. Aber wenn wir – in Verbindung mit einem guten Side-Out – wieder gut aufschlagen, können wir jeden Gegner Probleme bereiten, wie ja auch schon Berlin. Zudem haben wir schon zweimal in der CU Arena in Harburg trainieren und uns an eine höhere Halle gewöhnen können.“ Dort findet ja das nächste Heimspiel gegen United RheinMain am 2. Dezember statt.

Ohnehin reisen die LüneHünen selbstbewusst an den Bodensee. „Wer ins Endspiel will, muss jeden schlagen“, meinte Zuspieler Adam Kocian schon am letzten Wochenende nach dem 3:0 gegen Rottenburg forsch. Und fast gleichlautend äußerte sich Trainer Stefan Hübner direkt nach der allgemein mit gemischten Gefühlen aufgenommenen Auslosung: „Wenn du den Pokal gewinnen willst, musst du ohnehin jeden schlagen.“

Immerhin wäre es ja ganz schön gewesen, wenigstens mal wieder ein Heimlos zu erwischen. Lang, lang ist’s her, das letzte Heimspiel im Pokal: am 25. November 2015 im Viertelfinale gegen den CV Mitteldeutschland, damals noch Bundesligist. Seitdem musste die SVG stets auswärts ran (Bühl, Pinneberg, Berlin, Dachau).

Nun also geht es zu den Häflern, wo ja mittlerweile unser Ex-Kapitän Scott Kevorken spielt. Und das erfolgreich. Einen Titel hat er bereits neu in seiner Vita (Supercup), hat zudem überzeugende Auftritte in der Champions League und in der Bundesliga hingelegt. Vergleichsweise überraschend wenig spielte bisher ein weiterer VfB-Neuzugang im Mittelblock, Nationalspieler Philipp Collin. Herausragend trumpften im bisherigen Saisonverlauf die Außanangreifer David Sossenheimer (auch bärenstark in der Annahme) und Athanasios Protopsaltis auf. Der nur 1,80 Meter kleine Wirbelwind aus Griechenland machte der SVG beim letzten Duell mächtig zu schaffen, kam beim 3:0 im Februar diesen Jahres in der Gellersenhalle auf 20 Punkte und wurde MVP.