„Absolut bereit“ – so kurz und knapp beschreibt SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg die Ausgangslage der SVG Lüneburg vor dem Saisonstart am kommenden Samstag um 18 Uhr beim TSV Herrsching. „Unsere Jungs haben eine gute, achtwöchige Vorebereitung hinter sich, mit Steven Marshall ist unser Kader nun komplett und gegen Herrsching haben wir in der letzten Saison zwei ganz starke Spiele gezeigt“, begründet Bahlburg seine Zuversicht. SVG Trainer Stefan Hübner wird am Samstag voraussichtlich auf seinen kompletten Kader zurückgreifen können. Zwar ging eine leichte Erkältungswelle im Team um, doch diese ist rechtzeitig zur letzten Trainingswoche wieder abgeklungen. In der kommenden Saison weiterhin Kapitän ist der US-Amerikaner Scott Kevorken. „Ich freue mich auf starke Herrschinger und hoffentlich noch stärkere Lüneburger“, sagt der Kapitän selbstbewusst.

Das die Herrschinger in dieser Saison personell aufgerüstet haben ist natürlich auch Bahlburg bewusst: „Da hat sich einiges getan und mit Patrick Steuerwald und Ferdinand Tille haben sie ja nicht nur zwei Bundesligaspieler geholt, sondern erfahrene Nationalspieler im besten Volleyball-Alter. Also ist der Respekt natürlich da, aber es ist eben Respekt und keine Angst oder Pessimismus“, sagt Bahlburg.

Doch die spannende Frage die sich viele Experten stellen ist, ob diese Verstärkungen auch zu punkten führen werden. Denn Ferdinand Tille (26) ist Libero und gilt auf dieser Position als einer der besten – und das ist in diesem Fall keinesfalls übertrieben – Spieler der Welt. Aber er nimmt die Bälle eben nur an und verteilt sie bestmöglich an den zweiten namhaften Neuzugang: Zuspieler Patrick Steuerwald (29). Steuerwald verdingte sich in den vergangenen Jahren im Ausland, nachdem er mit Generali Haching mehrfach den Deutschen Pokal gewonnen und in der Champions League gespielt hat. Der gebürtige Bayer gilt als trick- und variantenreich. Aber er verteilt die Bälle eben auf die Angreifer und ist selber kein Angreifer. Und im Angriff haben die Herrschinger mit Luke Smith ihren phasenweise stärksten Spieler der vergangenen Saison ziehen lassen. Dafür ist Philipp Trenkler aus Mitteldeutschland gekommen, ein junger, deutscher Aussenangreifer. Sowie der slowakische Mittelblocker und EM-Teilnehmer Peter Ondrovic, der einzige Spieler aus dem Ausland im Team der Herrschinger.

 

Bayerische Nationalmannschaft

Das Ondrovic der einzige Spieler aus dem Ausland im Kader der Herrschinger ist, verdeutlicht die Philosophie des Clubs vom Ammersee. Mit einer direkten S-Bahn Anbindung nach München gehört der kleine Ort am Ammersee zum Großraum München. Ein wichtiger Faktor für die Herrschinger, die so mit Tille und Steuerwald zwei Aushängeschilder zurück nach Bayern, in ihre Heimat holen konnten. Und auch der Großteil des Kaders kommt ursprünglich aus Bayern, ja sogar aus der direkten Region Herrsching. So sprechen die Herrschinger selbst von einer „Bayerischen Nationalmannschaft“. Das meinen sie dabei nicht überheblich oder übermäßig patriotisch. Es beschreibt den Kern dieser Mannschaft lediglich sehr passend. Und so bringt die bayerische Nationalmannschaft ebenso eine Prise Selbstironie ins Spiel. Das Heimtrikot ist beispielsweise einem Lederhosenoutfit nachempfunden, die trägt der Hallensprecher sowieso  und der eigene Markenname „Geilster Club der Welt“ strotz nicht nur vor Selbsbewusstsein, sondern drückt auch aus: Wir machen hier vieles anders, neu und frischer.

Und so darf die SVG sehr gespannt sein, was sie in dem kleinen Hexenkessel der in der Nikolaushalle in Herrsching erwartet. Fest steht: Es wird ein stimmungsvoller Saisonauftakt bevor am Mittwoch, den 28.10.2016 um 20 Uhr das erste Heimspiel in der Gellersenhalle gegen die SWD Powervolleys Düren steigt. Tickets können übrigens noch hier erworben werden: SVG Ticketmaster SHOP.

Das Spiel gegen Herrsching wird am Samstag ab 18 Uhr live auf www.sportdeutschland.tv übertragen.

Wir freuen uns auf Eure Unterstützung und eine weitere mitreissende Saison,

Euer SVG Team