Das Spitzenspiel gegen den Zweitplatzierten Oldenburger TB hielt, was es versprach und so gab es für die zahlreichen Zuschauer im Oldenburger Harenesch die vollen fünf Sätze zu bestaunen. Dabei gelang der zweiten Herren der SVG mit 25:14, 25:20, 20:25, 23:25 und 15:11 der erste Auswärtssieg der Saison.

Nach den problemlos absolvierten Heimspielen folgte in Oldenburg der Härtetest gegen einen Titelfavoriten. Dieser Stand unter schlechten Vorzeichen, da mit Ronnie Karohs und Michael Schönen beide Zuspieler ausfielen. Die Rettung brachte ein alter Bekannter: Jonathan Ficht, der zuletzt in der Schweiz professionell Volleyball spielte und nun nach Uelzen zurückgekehrt ist. Joost Römer und Johannes Metzler traten die Reise nach Oldenburg ebenfalls nicht an, während Marcus Salow angeschlagen nur als Ersatz zur Verfügung stand.

Davon ließ sich Lüneburg jedoch zunächst nicht aus der Ruhe bringen und brannte im ersten Satz hoch konzentriert ein ziemliches Feuerwerk ab. Schon ganz zu Beginn waren Lars Pickbrenner und Rico Stender mit starken Blocks zur Stelle. Davon sichtlich beeindruckt brauchte Oldenburg bis spät in den zweiten Satz hinein, um einigermaßen in die Spur zu finden, auch da Lüneburg in der Annahme sicher stand und dann über Stender, Ohnesorge und Pickbrenner immer wieder souverän Punkten konnte.

Im dritten Satz dann der plötzliche Bruch. Oldenburg machte weniger Fehler im Aufschlag, Lüneburg dafür um so mehr im eigenen Angriff. Phasenweise wurden einfache Situationen nicht mehr wie zuvor ausgenutzt und die gegnerischen Außenangreifer verlagerten sich auf Shots und Leger, auf die die Lüneburger Abwehr keine Antwort fand. Verunsicherung und Hektik machten sich breit, weshalb der dritte Satz klar und verdient verloren ging.

Im vierten Satz entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem allerdings die Verunsicherung des dritten Satzes bei Lüneburg noch mitschwang. Erneut war der Auftritt zu unruhig, um an die Leistungen der ersten beiden Sätze anzuschließen, und der OTB konnte sich schließlich in den Tie-Break retten.

Im entscheidenden fünften Satz jedoch war Lüneburg auf einmal wieder da, agierte konzentrierter und konnte sich schnell einen Vorsprung erarbeiten. Als beim zwischenzeitlichen 14:9 das Spiel bereits gelaufen schien, kämpfte sich Oldenburg nochmals auf 11:14 heran. Nach missglückter Annahme rettete Jonathan Ficht den Ball aus Oldenburger Sicht nicht regelgerecht von der Netzkante. Während auf dem Feld Unruhe ausbrach, nutzte Lars Pickbrenner die Situation, um mit dem wahrscheinlich sehenswertesten Matchball der Saison den Ball mit voller Kraft in der Zone zu versenken.

So wars! Wer nicht dabei war, hats verpasst 😉