Und los - die LüneHünen wollen ihre gute Form auch beim derzeit schwächelnden Rekordmeister Friedrichshafen bestätigen

Können auch LüneHünen jetzt die Häfler ärgern?

Am Bodensee hängen Trauben hoch – eigentlich…

Dieses Ergebnis dürfte die kommende Aufgabe für die LüneHünen nicht gerade erleichtern: Das nächste Auswärtsspiel ist schon schwer genug, noch erschwert wird es nun sicher noch durch eine 2:3-Pleite, die der VfB Friedrichshafen im Nachholspiel am Mittwoch beim Schlusslicht Eltmann erlebte. Wenn nun die SVG Lüneburg am Bodensee gastiert (Sonnabend, 19.30 Uhr, Stream auf sporttotal.tv), haben die Häfler einiges gutzumachen. Denn die Kritik der erfolgsverwöhnten Fans in den sozialen Medien fiel teils harsch aus, und die zwei verlorenen Punkte könnten dem Rekordmeister im Rennen um eine gute Ausgangsposition für die Playoffs noch richtig weh tun.

Zu sehen ist das Match auch im Public Viewing auf einer Großleinwand im Restaurant „Alexander der Große“ in Kirchgellersen (ab 19 Uhr).

Die faustdicke Überraschung hat auf jeden Fall dafür gesorgt, dass das Feld hinter Spitzenreiter Berlin noch enger zusammengerückt ist. So trennen die SVG (4.) nur noch fünf Punkte von Friedrichshafen. Und klar ist auch, dass der VfB spätestens seit dem Umbruch im vergangenen Sommer nicht mehr die herausragende Stellung in der Bundesliga einnimmt wie zuvor. Da läuft einiges noch nicht rund – was schon die jüngste Bilanz mit nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen zeigt (3:0 gegen Bühl).

Nur fünf Punkte trennen beide Teams

Das Match in Eltmann war nun der negative Höhepunkt. Nach dem souverän gewonnenen ersten Satz (25:16) deutete nichts darauf hin. Doch mit vielen Eigenfehlern machte der VfB den Gegner stark, verlor den Faden und fand ihn nicht wieder – vielleicht auch aus Hochmut? Die Kritik von Trainer Michael Warm fiel da noch moderat aus: „Gute Spiele müssen wir uns erarbeiten. Die kommen nicht von alleine und wir dürfen nicht denken, dass wir nach einem guten Start einen Gang zurückschalten können. Das können wir uns einfach nicht erlauben. Damit machen wir den Gegner stark.“

Zur Stabilität trägt auch nicht gerade bei, dass sich dauerhaft noch keine feste Starting Six herausgebildet hat. Am Mittwoch fehlte zudem mit Außenangreifer Martti Juhkami (Estand) einer der herausragenden Akteure. Der Diagonale Daniel Malescha, im Hinspiel (3:1 für den VfB) mit 25 Punkten überragend, bekommt kaum noch Spielanteile, Trainer Warm setzt voll auf Nikola Gjorgiev (Mazedonien). Zuspieler ist neuerdings Joseph Worsley (USA), sein Konkurrent Jakub Janouch (Tschechien) spielt seit der Pause wegen der Olympia-Qualifikation nur noch eine untergeordnete Rolle.

„Wir wollen uns und unser Spiel weiter verbessern“

Für SVG-Chefcoach Stefan Hübner ist das alles keine große Überraschung, auch nicht der Sieg von Eltmann: „Das ist eine gute Mannschaft, das mussten wir ja bei unserem knappen 3:2-Sieg auch schon erfahren. Und wenn sie erst einmal einen Lauf kriegen… Und bei Friedrichshafen führt eben der Trainerwechsel auch dazu, dass sich viele Rollen im Kader verändert haben und sich immer noch viel verschiebt. Das heißt aber für uns gar nichts, sie haben immer noch Spieler, die an guten Tagen ein Match ganz alleine entscheiden können.“

Das allerdings gilt es nun zu verhindern, dafür haben die LüneHünen in dieser Woche trainiert – erstmals seit Wochen wieder und über einen längeren Zeitraum mit kompletten 12er-Kader. „Für uns geht es darum, unser zuletzt schon hohes Niveau konstanter zu halten. Wir wollen uns und unser Spiel Stück für Stück verbessern, diesen Ehrgeiz haben die Jungs.“ Für eine Verbesserung des Punktekontos schon am Bodensee sind alle fit.